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Stadt Kempen
Kendel-Bühne im Probenmodus: Alle wollen Linda

Stadt Kempen. Die St. Huberter Laienspielschar feilt an ihrer Aufführung des neuen Stücks, das ab 20. November fünfmal im Forum gezeigt wird. Es gibt noch Restkarten. Von Margret Vieregge

Ein großes Ereignis wirft die Schatten voraus: Premiere des neuen Stückes der Kendel-Bühne ist in knapp vier Wochen. Und das Ensemble probt eifrig für "Alle wollen Linda". Die ersten Kleiderfragen werden erörtert und Oma Klammer (Claudia Hiller) darf schon das Festtagskleid unter der bunten Bauern-Kleiderschürze verstecken, mit Kopftuch auftreten und den Stopfpilz hochhalten. Und vor allen Dingen muss sie für ihre Rolle noch lernen, mit vollem Mund zu sprechen. Denn im ersten Akt geht's um die Wurst. Und da, wo die Szene nochmal wiederholt wird, heißt es dann auch: " Jetzt muss ich ja noch ein Stück Wurst essen. Das kann man aber nicht fünfmal proben." Was die Wurst dann ihrerseits übel nimmt und im Eifer des Gefechtes auch mal gern vom Tisch fällt. Die Probe der Kendel-Truppe zeigt, dass hier wieder ein tolles Lustspiel in Vorbereitung ist. An der Kulisse muss noch etwas gestrichen und tapeziert und an den Rollentexten noch gefeilt werden. Aber Licia Stickelbrock, mit 20 Jahren die Jüngste im Ensemble und im wirklichen Leben wie auch auf der Bühne die Tochter von Claudia Stickelbrock, ist schon erstaunlich textsicher wie auch Manfred Schenk, der zum ersten Mal mit den Kendel-Komödianten auftritt. Hier und da wird noch in die Textbücher geschaut oder Souffleuse Nelly Pricken muss aushelfen. Doch am kommenden Sonntag sind die Rollenbücher weg, heißt es. Und da darf es dann nicht mitten im Spiel fern vom Rollentext heißen: "Warum hast du denn so kalte Finger?" So etwas ist nur bei der Probe erlaubt wie auch die Stimme, die hinter der Bühne mitteilt, dass ein Knopf verloren gegangen ist.

Eigentlich könnte das Stück auch "Auf der Suche nach dem weiblichen Geschlecht" heißen. Denn Linda (Claudia Stickelbrock) sucht mit ihrer Tochter Petra (Licia Stickelbrock) und Oma Klammer (Claudia Hiller) dringend eine Frau für ihren Bruder (Johannes Dicks), der die Arbeit auf seinem Bauernhof nur zu gern seiner Schwester überlässt, der Installateur Andreas Lottermann (Hartmut Reimer) wirbt seinerseits um die tüchtige Linda und der Pastor sucht eine neue Haushälterin und will dafür ebenfalls Linda gewinnen. Für diesen Posten bewirbt sich auch temperamentvoll Henriette Hilfreich (Mia Laffien), mit 80 Jahren ältestes Kendel-Bühnen-Mitglied. Seit 15 Jahren bringt die Kendel-Bühne ihre Lustspiele auf die Bühne - in diesem Jahr zum ersten Mal an fünf Abenden. Und die Probe zeigt, ob in Hochdeutsch oder Platt, die zehn Amateurschauspieler werden den zahlreichen Fans wieder eine unterhaltsame Aufführung bereiten.

Für die Aufführung am Freitag, 27. November, 19.30 Uhr, gibt es bei Schreibwaren Driesch, Ruf: 02152 7326, noch Restkarten zum Preis von zehn Euro. Alle anderen Vorstellungen, auch die Premiere am Freitag, 20. November, sind bereits ausverkauft.

Quelle: RP
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