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Stadt Kempen
Kendeldorf erneut die Prinzenschmiede

Stadt Kempen: Kendeldorf erneut die Prinzenschmiede
Rainer und Angelika Pasch werden am kommenden Samstag im Kolpinghaus als neues Kempener Prinzenpaar offiziell proklamiert. FOTO: Kaiser
Stadt Kempen. Mit Rainer Pasch hat der Kempener Karnevalsverein erneut einen Prinzen, der mit seiner Familie in St. Hubert lebt. Pasch war zuletzt Prinzenführer bei seinem Vorgänger Heinz Kox. Der übernimmt jetzt dieses Amt von Pasch. Von Manfred Baum

Angelika und Rainer Pasch aus St. Hubert erfüllen sich ab 9. Januar ein Traum. Sie übernehmen gemeinsam das Narrenzepter für die kommenden drei Jahre in Kempen. Sie freuen sich auf den Start ihrer Regentschaft und sind "offen und euphorisch für tolle Momente", wie sie im Gespräch mit der Rheinischen Post erklären.

Rainer und Angelika Pasch hatten bereits vor der Regentschaft ihrer Vorgänger, Heinz und Hildburg Kox, überlegt, sich als Prinzenpaar zu bewerben, diese Idee dann aber doch zurückgestellt. Dafür übernahm Rainer Pasch erneut das Amt des Adjutanten des Kempener Prinzenpaares. Erfahrung im Karneval hat er zur Genüge sammeln können. Seit knapp zwei Jahrzehnten ist er Schatzmeister des Kempener Karnevalsvereins (KKV).

Angelika Pasch, Ehefrau und kommende Prinzessin an seiner Seite betont, dass sie bei vielen Veranstaltungen stets mit dabei war und auch Tochter Simone (18) und Sohn Christoph (23) "Feuer und Flamme" waren, als sie die Entscheidung ihrer Eltern zur Übernahme des närrischen Amtes erfuhren. Für die Kinder war es eine "Ehrensache und Selbstverständlichkeit", ihre Eltern beim bald beginnenden, dreijährigen Prinzenspiel zu unterstützen. Insider sprechen schon vom "närrischen Dream-Team", das die Karnevalisten in der Thomasstadt mindestens genauso begeistern wird wie Heinz und Hildburg Kox mit ihren drei Töchtern während ihrer zurückliegenden Regentschaft.

Das närrische Ornat für Familie Pasch ist schon geschneidert. Es wurde bei bekannten Spezialisten in Korschenbroich gefertigt. Auch die Orden, die das Prinzenpaar unters Narrenvolk verteilen wird, sind fertig. Nun freut sich die Familie Pasch auf die Proklamation im Kempener Kolpinghaus, die längst ausverkauft ist. Die Familienmitglieder sind sich einig: Höhepunkt ihrer Regentschaft wird der Rosenmontag sein, wenn bei "hoffentlich gutem Wetter" und vielen tausend Besuchern wieder der närrische Lindwurm durch Kempens Altstadt zieht.

Das designierte Prinzenpaar sieht die dreijährige Regentschaft als Vorteil an. "Man kann das Prinzenspiel in drei Jahren genießen, jedes Jahr wird anders sein", meint Rainer Pasch und erhält Zustimmung von seiner Ehefrau Angelika, deren Augen glänzen beim Gedanken an die kommende Karnevalszeit. Das Prinzenspiel ist für die Beiden wie ein Geschenk mit besonderem Erinnerungswert.

Bereits seit März plant Klaus Härtel den Prinzenwagen für den Rosenmontagszug. Lange Zeit wusste er nicht, für welches Prinzenpaar er den Wagen baut und die Bühnendekoration entwirft. "Da musste auch schon einmal ein wenig geflunkert werden", erzählen Angelika und Rainer Pasch. Der Wagen ist fast fertig, er muss nur noch zusammengebaut werden.

Der Terminkalender von Rainer und Angelika Pasch für die kommenden Wochen ist prall gefüllt. Natürlich will der Prinz mit seiner Prinzengarde auch das Rathaus stürmen. Dass dies gelingt, davon ist man überzeugt. Die Narrenmesse, ein Woche vor Karneval, findet 2016 in der Propsteikirche in Kempen statt. 2017 soll sie in der heimischen Hubertus-Kirche in St. Hubert sein. Wegen einer Goldhochzeit, die schon in St. Hubert in der Pfarrkirche terminiert war, ist dies zum Auftakt der Regentschaft jetzt noch nicht möglich.

Das neue Prinzenpaar will die neuen Medien für seine Regentschaft nutzen. Es soll alles Wichtige und Witzige unter "Kempener Prinzenpaar 2016 - 2018" auf Facebook gepostet werden. Die Resonanz sei dort bisher schon toll, berichten Rainer und Angelika Pasch.

Quelle: RP
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