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Stadt Kempen
Kindergeburtstag im Museum

Stadt Kempen: Kindergeburtstag im Museum
Workshops für Kinder sind seit langem Bestandteil des Angebots im Kramermuseum. Ab sofort können die Kinder dort auch ihren Geburtstag feiern. FOTO: wolfgang kaiser
Stadt Kempen. Im Kempener Kramer-Museum können Eltern mit Kindern eine Geburtstagsparty feiern. Das Kulturamt hat dazu ein spezielles Programm mit Angeboten für Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren entwickelt. Von Silvia Ruf-Stanley

Es gibt kaum eine Familie, in der die Planung eines Kindergeburtstages nicht Kopfzerbrechen bereitet. Schließlich gilt es, einen ganzen Nachmittag eine Rasselbande gut zu unterhalten und dem Geburtstagskind einen unvergesslichen Tag, an den es sich hoffentlich noch lange erinnert, zu bereiten.

Da kommt ein neuer Flyer des Kempener Kramer-Museums gerade recht. Insgesamt vier Angebote gibt es für Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren. Das Museum im Kulturforum Franziskanerkloster hat in der Betreuung dieser Altersgruppe bereits große Erfahrung, schließlich gibt es seit Jahren beliebte Ferienaktionen zu Museumsthemen. Also lag es nahe, einige der Themen auch für Geburtstage anzubieten. Die Kinder erleben in Gruppen von maximal zehn Kindern unterhaltsame, spannende und kreative Stunden im Museum. Für viele Kinder ist ganz ungewohnt, dass man im Museum richtig was erleben kann. Und nebenbei erfahren die Kinder eine Menge über die Kempener Stadtgeschichte.

Wie wäre es zum Beispiel mal mit der Verwandlung vom Knappen zum Ritter? Auch ein Ritter muss erst eine Ausbildung machen. Was alles dazu gehörte, erfahren sie an diesem Nachmittag. Dabei können sie im Museum zahlreiche Hinweise finden. Ein wenig mutig muss man dann schon sein, um bei flackerndem Kerzenschein in die Katakomben des Klosters hinab zu steigen. Aber das dürfte die angehenden kleinen Ritter und Edelfrauen nicht sehr erschüttern. Danach gibt es eine Pause im Kreativraum des Museums. Dort wird noch ein Ritterhelm gebastelt.

Und zum Ritterschlag darf man sogar einen original alten Helm aufsetzen. Nach dieser abgeschlossenen Lehre zum Ritter kann jeder seine Ernennungsurkunde mitnehmen. Geeignet ist dieser Nachmittag für Kinder ab sieben Jahren. Ebenfalls sieben Jahre alt sollten die Kinder sein, die sich beim Waffelbacken versuchen möchten. Dazu geht es zunächst in die Klosterküche. Die Küchenarbeit zur Zeit der Mönche war nicht so einfach wie heute. Wie machte man Licht, wie wurde das Essen zubereitet. Und wie kühlte man Lebensmittel ohne Kühlschrank. Und das alte Waffeleisen ist zwar wunderschön, aber auch ziemlich schwer. Dann können die Kinder selbst backen - zwar mit einem modernen Waffeleisen, aber die Zutaten für das alte Rezept müssen wie früher vorbereitet werden. Als Belohnung gibt es nicht nur die Waffeln, sondern auch hier eine Urkunde.

Schatzsucher sind beim dritten Angebot gefragt. Diese sollten schon neun Jahre und älter sein. Man mag es kaum glauben, aber das Kempener Kramer-Museum hat ein unruhiges Gespenst, dass dort herum geistert. Zu Lebzeiten hat das Gespenst Schätze versteckt. Die müssen die Kinder in den Räumen und Vitrinen suchen. Netterweise hat der Geist als Hilfe ein kleines Heft mit Hinweisen hinterlassen. Wenn alle Schätze gefunden und die Fragen dazu beantwortet sind, lädt das Gespenst in den Keller des Museums ein und verrät sogar seinen Namen. Am Ende der Schatzsuche erhalten die jungen Teilnehmer eine Schatzmeister-Urkunde.

Beim vierten Angebot geht es raus aus dem Museum. Dann erkunden die Kinder nämlich in Begleitung erfahrener Stadtführer die historische Kempener Altstadt. Und zum Abschluss dürfen sie dann sogar auf einen Turm der Burg steigen und die Stadt mal aus einem ganz anderen Blickwinkel sehen. Auch bei diesem Angebot gibt es ein kleines Heft zur Erinnerung.

Quelle: RP
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