| 00.00 Uhr

Stadt Kempen
Kirche in Zeiten des Umbruchs fordert Engagement der Gläubigen

Stadt Kempen. Inzwischen ist es gute Tradition geworden, dass alle Teile der Kempener Kirchengemeinde St. Mariae Geburt sich zu Beginn des neuen Jahres in der Paterskirche treffen. Sehr viele Mitglieder aus Christ-König, St. Josef und St. Marien waren auch gestern der Einladung gefolgt. Von Silvia Ruf-Stanley

Sowohl in der Predigt von Propst Dr. Thomas Eicker als auch der Rede von der Vorsitzenden des Pfarreirates, Doerte Schäfer, klang an, dass die Gemeinde sich im Umbruch befindet. Beide betonten die Wichtigkeit des ehrenamtlichen Engagements in der Gemeinde. Eicker warnte davor, angesichts anstehender Aufgaben in Panik zu versinken. Man sollte sich doch den Glauben erhalten, dass es immer noch Wunder gibt. Und man dürfe nicht vergessen, "was wir alles erhalten haben, oft unverdient". Dies könne und solle man weitergeben.

Das vergangene Jahr war für die Gemeinde ein in vieler Hinsicht Bewegendes, erinnerte Doerte Schäfer. Es gab Feste wie das doppele Silberjubiläum von St. Josef und gleichzeitig den 25. Jahrestag der Priesterweihe von Propst Eicker. Aber es gab auch die Abschiede vom Kantor Theo Dahmen und vom Gemeindereferenten Michel Gerards. Dafür kamen Nachfolger wie Kantor Christian Gössel und nun der neue Gemeindereferenten Andreas Bodenbenner.

Der Pfarreirat hat seine erste Halbzeit hinter sich. Viel Arbeit wurde in den Ausschüssen geleistet, so Schäfer. Dafür gab es nicht nur großes Lob von ihr, sondern auch spontanen herzlichen Applaus von der Gemeinde. Doerte Schäfer betonte, dass sich die Gemeinde sicherlich von manchem lieb Gewordenen verabschieden müsse. "Wir befinden uns in einem pastoralen Umbruch", so Schäfer, in dem die Aufgaben für das Ehrenamt immer mehr wachsen. Den Dank an das Pastoralteam verband sie mit Glückwünschen an den Propst, der kürzlich Geburtstag hatte. Und er bekam sogar noch ein Ständchen von der Gemeinde, für das er sichtlich bewegt dankte.

Andreas Bodenbenner nutzte die Gelegenheit, sich mit einer humorvollen Rede vorzustellen. An seinem früheren Wirkungsort Düken sei die Entfernung nach Viersen mit fünf Kilometern fast unüberbrückbar lang gewesen, da sei die Entfernung von Viersen nach Kempen mit zwölf Kilometern vergleichsweise kurz. Glaube, so Beodenbenner, verstehe er als Lebenshilfe. Dabei folge er einem Leitgedanken: "Wer sich nicht selbst bewegt, der wird bewegt." In diesem Sinne hoffe er auf eine aktive, gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Stadt Kempen: Kirche in Zeiten des Umbruchs fordert Engagement der Gläubigen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.