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Kommentar
Konzentration auf Sache tut Not

Die jüngste Sitzung des Kempener Schulausschusses war beileibe keine Sternstunde dieses Gremiums. Einige Bildungspolitikern aus allen Fraktionen schienen schlichtweg überfordert mit einer an sich überschaubaren Materie. Die Festlegung des allgemeinen Rahmens für die Eingangsklassen an den Schulen - sie ist nach dem Schulgesetz für jedes neue Schuljahr vorgesehen und im Schulausschuss seit Jahren eingeübte Praxis - schien diesmal einige Ausschussmitglieder, selbst solche mit langjähriger kommunalpolitischer Erfahrung, zu überfordern. Die Diskussion ging munter hin und her. Dabei wurden nach dem Prinzip "Äpfel und Birnen" ständig Sachverhalte vermischt und über allem schwebte die Frage, wie man die Flüchtlingskinder in die Schulen integrieren kann. Von Andreas Reiners

Liebe Bildungspolitiker, das war kein Ruhmesblatt für Eure ansonsten gute Arbeit. Konzentration auf die Sache tut Not, statt sich unter anderem über Dinge aufzuregen, die weder die Kempener Stadtverwaltung noch die Kommunalpolitik beeinflussen kann. Völlig überflüssig ist da der gebetsmühlenartig wiederholte von Ideologie geprägte Hinweis des Fraktionsvorsitzenden der Linkspartei, Günter Solecki, dass ohnehin nur eine Schulform für alle Kinder die beste Lösung wäre. Aber man sollte die Hoffnung nicht aufgeben: In der nächsten Sitzung des Schulausschusses im kommenden Frühjahr wird bestimmt wieder alles gut.

andreas.reiners@rheinische-post.de

Quelle: RP
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