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Stadt Kempen
Kreis-Awo: Bedronka will Bilanz mit schwarzen Zahlen vorlegen

Stadt Kempen. "Wir haben heute den Gipfel überschritten und sind auf einem sicheren Terrain", sagte am Samstag beim Neujahrsempfang im "Awo-Treff" in Kempen der Vorsitzende des Kreisverbandes der Arbeiterwohlfahrt (Awo), Horst Bonus. Der Süchtelner kam auf die erhebliche finanzielle Probleme des Verbandes in den Vorjahren zu sprechen. Natürlich gäbe es noch Verbindlichkeiten: "Aber ich bin zuversichtlich, dass wir diese schnell zurückzahlen werden."

Und Awo-Kreisgeschäftsführer Bernd Bedronka kündigte an, dass man nach zahlreichen Konsolidierungsmaßnahmen den Mitgliedern bei der Kreiskonferenz im Mai auch bezogen auf das gerade abgelaufene Jahr eine Bilanz mit schwarzen Zahlen vorlegen werde. Dies sei zuletzt im Jahr 2011 der Fall gewesen.

Im Beisein vom SPD-Bundestagsabgeordneten Udo Schiefner, Kreisdirektor Ingo Schabrich, dem Kempener Sozialdezernenten Michael Klee, den früheren SPD-Bundestagsabgeordneten Erwin Stahl und Walter Schöler und zahlreicher Ehrenamtler blickte Horst Bonus nach vorn und kündigte an, dass man unter anderem die Schulsozialarbeit, die Flüchtlingsberatung und die Schulsozialarbeit intensivieren und den eigenen Betreuungsverein mit neuem Personal wiederbeleben möchte.

Zu den diesjährigen Aufgaben gehören unter anderem: der Neubau eines Drei-Gruppen-Kindergartens in Schiefbahn, der Ausbau der vierten Kindergartengruppe in Waldniel sowie, ergänzte Bedronka, der Erhalt des Kindergartens in Breyell. Bonus bezeichnete die Zusammenarbeit mit dem Kreis als gut bis ausgezeichnet, "nicht so prickelnd" sei allerdings die Zusammenarbeit mit einigen Kommunen gewesen. Konkrete Namen nannte der Kreisvorsitzende aber nicht.

Beim Neujahrsauftakt im "Awo-Treff" am Spülwall in Kempen waren bei den Grußworten vor allem die Flüchtlinge ein Thema. Ingo Schabrich dankte der Awo insbesondere für ihre schnelle Hilfe bei der Belegung der Sporthalle des Kempener Berufskollegs für die Flüchtlinge: "Das war eine tolle Aktion." Und Michael Klee führte unter anderem aus, dass bei der Aufnahme der Flüchtlinge in den verschiedenen Unterkünften unter den Behörden und Hilfsorganisationen Gemeinsamkeiten und so eine Art des Näherrückens entstanden seien: "Wenn diese Kultur so beibehalten wird, dann schaffen wir das."

Udo Schiefner hofft dies auch. Er bescheinigte der Awo an vielen Stellen im Kreis Viersen eine hervorragende Arbeit und bat um ihr weiteres Engagement und ihre Mitwirkung, so auch bei der Umsetzung des neuen Bundesteilhabegesetzes sowie bei der Reform der Pflegeberufe.

(schö)
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