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Stadt Kempen
Kreistierschau: Volles Haus auf Mengelshof

Stadt Kempen: Kreistierschau: Volles Haus auf Mengelshof
Mathias Gendorf und Gaby Driehsen nummerieren Kühe. FOTO: Hüskes, Achim (achu)
Stadt Kempen. Küken beim Schlüpfen zusehen, Kälbchen streicheln, wetten beim Ferkelrennen, einen Mähdrescher einmal aus der Nähe sehen: Bei der Kreistierschau auf dem Mengelshof erlebten Hunderte von Besuchern Landwirtschaft hautnah. Von Bianca Treffer

"Oh, Kükenbabys", "Da schlüpfen noch welche", "Wie niedlich" - vor dem Brutkasten des Rassegeflügelzuchtvereins St. Tönis in der Reithalle des Mengelshofs in Kempen-Unterweiden stehen die Besucher, kleine wie große, dicht an dicht. "Das älteste Küken ist heute Morgen um 5 Uhr geschlüpft, eins ist unterwegs gekommen und das bislang Jüngste kam um 10.25 Uhr", informiert Detlef Reinelt und deutet auf den gerade ganz frisch geschlüpften Nachwuchs hinter den Glasscheiben des Brutkastens. Live bei einer Geburt dabei sein, das haben nahezu alle, die sich an dem Stand eingefunden haben, noch nie erlebt. Hier ist es möglich, den neben den neu geborenen Küken liegen noch Eier, die schon angepiekt sind und wo Hühnernachwuchs auf dem Weg nach draußen ist.

Ulrike Sweekhorst, Tom und Gaby Schätters (von links) präsentieren selbst angebauten Knoblauch. FOTO: Hüskes, Achim (achu)

Während Detlef Reinelt über die Aufzucht an sich informiert, sind es die kleinen Tierchen, die bei Hermann Diedrich und Alexander Wegner faszinieren. Die beiden Mitglieder des Kreisimkerverbandes Krefeld-Viersen haben einen Bienenschaukasten mitgebracht, in dem ein Bienenvolk samt Königin fleißig bei der Arbeit ist. "Die Königin haben wir mit einem weißen Punkt markiert", erklärt Diedrich, was ein eifriges Suchen nach eben diesem Punkt bei den Zuschauern auslöst.

Mehr zum Anfassen dagegen sind die zahlreichen Kaninchen, die in geräumigen Käfigen ihr Heu mümmeln. Kinderhände schieben sich durch Gitterstäbe, um ein Stück flauschiges Fell zu streicheln. Aber die Kreistierschau auf dem Mengelshof bietet noch viel mehr. Zwischen den Ständen von Futtermittelanbietern und Landmaschinenherstellern sind verschiedene landwirtschaftliche Geräte aufgebaut, wobei der Mähdrescher, mit dem Mais geerntet wird, ein wahrer Gigant ist und so manch staunenden Blick auslöst.

Impressionen von der Kreistierschau: Sophie (links) und Zoe streicheln ein Kalb. FOTO: Hüskes

Fachgespräche sind vor den Außenboxen mit den verschiedenen Rinderrassen zu hören. Landwirte tauschen sich über Rassen wie Angus, Aubrac, Dexter und Charolais aus, während die Stimme von Martin Spoo, Geschäftsführer des Rheinischen Pferdestammbuchs, vom benachbarten Ring herüberschallt, auf dem gerade die drei- und vierjährigen Warmblutstuten begutachtet werden. Besucher drängen sich um den Vorführring und schauen sich Stute für Stute aufmerksam an.

Genauso groß ist das Interesse beim Ring der Ausstellungskühe. Wer noch nicht an der Reihe ist, legt letzte Hand an seiner Kuh an. "Wenn man Haarspray aufsprüht und das mit dem Handtuch gut verreibt, dann glänzt das Fell sehr schön", sagt Melissa Meiners, die ihrer schwarz-bunten Zweikalbskuh gerade mit Spraydose und Handtuch den letzten Schliff verpasst. Gelächter ist vom Ferkelauslauf zu hören, dort sind die Startvorbereitungen für das erste Ferkelrennen in der Endphase. Fünf der acht Ferkel bekommen ihre Gürtel mit Nummern an, wobei die Besucher wetten können, welches Ferkel das Rennen macht. "Die 450 schläft sich noch fit. Die ist so gelassen, auf die werde ich setzen", meint einer der Besucher grinsend. Beim gerade geöffneten Wettbüro, bei dem die Nummer der Schweine und ihre Namen angeschlagen sind, hat die Süchtelner Landjugend alle Hände voll zu tun. Den Spaß des Wettens beim Ferkelrennen will sich keiner entgehen lassen. "Wir haben schon 46 Wetten für das erste Rennen entgegengenommen. Tippfavorit ist bislang Lotta", berichtet Martin Bontenackels. Doch nicht Lotta macht das Rennen, sondern Pinki hat am Ende die Nase vorn. Aber egal, wer gewonnen hat, der Spaß beim Ferkelrennen, bei dem es um den Preis des Kreises Viersen ging, überwiegt.

Quelle: RP
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