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Stadt Kempen
Kultur: Pro Besucher ein Cent Zuschuss

Stadt Kempen: Kultur: Pro Besucher ein Cent Zuschuss
Der bekannte Comedian Sebastian Pufpaff gastierte im September 2015 in der Kulturreihe "Comedy & Kabarett" im St. Huberter Forum. FOTO: Kaiser
Stadt Kempen. Bürgermeister Rübo stellte im Kempener Kulturausschuss die Bilanz der Saison 2015/2016 vor. Die Stadt muss kaum Geld fürs Programm beisteuern. Das elektronische Selbstbuchungssystem für die Bibliothek soll eingeführt werden. Von Silvia Ruf-Stanley

Auf eine erfolgreiche Saison 2015/2016 blickte Bürgermeister Volker Rübo jetzt in der Sitzung des Kempener Kulturausschusses zurück. Rübo, der auch Kulturdezernent ist, war sichtlich zufrieden über die Bilanz der Spielzeit. Schon im vergangenen Jahr war der Zuschussbedarf pro Besucher unter einen Euro gesunken, in der kürzlich abgelaufenen Kultursaison betrug er gerade mal einen einzigen Cent.

Aber man dürfe den Erfolg des Kempener Kulturangebots nicht nur am Geld messen, meinte Rübo. Insgesamt bezeichnete er die vergangene Saison als eine sehr schöne. Die jetzige habe bereits gut angefangen. Man wisse im Kulturamt, dass man experimentieren dürfe, damit das Programm sich weiter entwickeln kann.

Einsamer Spitzenreiter ist seit Jahren die Reihe "Comedy & Kabarett", bei der die Stadt in der zurückliegenden Spielzeit pro Besucher 2,81 Euro Gewinn gemacht habe. Ein Sorgenkind bleibt die "Kultur für Kinder". Sinkende Besucherzahlen führten dort zu engerer Zusammenarbeit mit den Grundschulen. Erstmals werden die Aufführungen jetzt in Grundschulen angeboten. Eine gab es schon erfolgreich in Tönisberg, eine weitere folgt in diesem Monat in der Astrid-Lindgren-Schule im Hagelkreuz.

Auch bei den Konzerten von Kempen Klassik gab es eine Erfolgsbilanz zu verzeichnen. Die Besucherzahlen sind auch hier erfreulich stabil. Im Haushalt waren für die Klassikkonzerte insgesamt 68.000 Euro veranschlagt worden. Es wurden mehr als 87.000 Euro Eintrittsgelder eingenommen. Den Überschuss teilen sich Stadt und Verein Kempen Klassik entsprechend der seit Jahren gut funktionierenden Vereinbarung, so dass 50 Prozent in Höhe von rund 9800 Euro in den städtischen Haushalt fließen.

Bibliotheksleiterin Ursula Wiltsch erläuterte dem Ausschuss die geplante Selbstbuchung in der Ausleihe (die Rheinische Post berichtete). Sie beschrieb die Kempener Bibliothek als Haus nicht nur der Bücher, sondern auch der Medien allgemein. Aber sie meinte auch, dass die Bibliothek sich zu einem Zentrum der Begegnung und Leseförderung entwickelt habe. Die Bücherei sei inzwischen ein gut genutzter Ort der Kommunikation. Dazu trage die Anschaffung von Spielen durch den Förderverein sowie die zunehmend einheitliche, gemütliche Gestaltung der Räume bei.

Durch die Selbstbuchung bleibt nicht nur den Mitarbeitern mehr Zeit für die Beratung, sondern auch die Besucher haben Vorteile. Denn ihnen können Wartezeiten an der Lesetheke erspart werden. Außerdem können sie in Zukunft ihre Gebühren wie am Parkautomaten auch barlos bezahlen.

Diskussionen gab es um eine wegfallende Stelle. Bürgermeister Rübo wies jedoch darauf hin, dass die Stelle immer zusätzlich über den Stellenplan hinaus geschaffen wurde. Es handelt sich nicht um eine Kündigung, sondern um eine ganz normale Pensionierung. Bis Ende 2017 müssen die Fördergelder vom Land beantragt werden, danach die Medien mit den entsprechenden Codierungen versehen werden, die Technik wird eingerichtet und die Mitarbeiter werden geschult. Im Laufe des Jahres 2019 soll dann die Selbstbuchung komplett starten. Zustimmung gab es von allen Fraktionen im Kulturausschuss.

Quelle: RP
 
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