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Stadt Kempen
Ein Wochenende voller Genuss

Kunst- und Schokoladenfest Kempen - Ein Wochenende voller Genuss
Ute Wirsing-Müller präsentiert einen kunstvollen Damenschuh - ganz aus Schokolade. FOTO: Achim Hüskes
Stadt Kempen. Viele Kempener und auswärtige Besucher ließen sich von Kunst, Schokolade und anderen süßen Angeboten verwöhnen. Sowohl am Samstag als auch am verkaufsoffenen Sonntag war die Innenstadt wieder einmal gut besucht. Von Silvia Ruf-Stanley

Das Schöne am Kunst- und Schokoladenfest in der Kempener Altstadt war, dass es durch den bewussten Verzicht auf ein Bühnenprogramm ein eher gemütliches ruhiges Fest war - trotz der vielen Besucher, die an beiden Tagen kamen.

Ein besonderer Anziehungspunkt war der Schokoladenbrunnen. Auch die kleine Isabella nascht einmal daran. FOTO: Hüskes, Achim (achu)

Am Samstag war eigentlich das einzige laute Geräusch, dass man in den Straßen hörte, das Öffnen und Schließen der Regenschirme. Aber Künstler, Chocolatiers und Besucher nahmen das launische niederrheinische Wetter gelassen. Und einen Vorteil hatte die immer wieder kehrenden Schauern. Wenn man sich in den Ausstellungszelten drängelte, um dem Regen zu entgehen, kamen selbst Menschen, die sich nicht kannten, schnell ins Gespräch.

Und es gab ja auch viel zu besprechen, denn das Fest bot bunte Vielfalt im wahren Sinne des Wortes. Kein Wunder bei rund 40 Künstlern und elf Anbietern von Süßem. Bei Silke Theunert aus Moers gab es zum Beispiel bunten Schmuck aus Harz. Das Tolle daran, die Perlen changieren je nach Lichteinfall in der Farbe. Elisabeth Slawinska aus Siegen trotzte mit kräftigen Farben dem Herbstanfang. Bei Madeleine Schepers aus Krefeld konnte man wunderbare Papiere bestaunen. Sie entwirft die Dessins selbst, lässt diese dann drucken und macht aus ihnen Bücher, Notizhefte, Kästchen und vieles mehr. Und die Dessins sind so schön, dass man sie sogar wie ein Bild an die Wand hängen kann.

José Kamper aus Kempen bringt Kunst in den Alltag. Sie malt nicht nur ausdrucksstarke Bilder, sondern ist auf die Idee gekommen mit ihrer Kunst Tabletts und Tischsets zu gestalten. Die Tabletts sind viel zu schön, als dass man darauf eine Kaffeetasse stellen mag. Aber die Sets sind dank Laminierung gut geschützt. Damit kann der Tag farbenfroh beginnen.

Heinz Hubert Glasmachers aus Kempen trägt seinen Namen mit voller Berechtigung. Denn er fertigte vor den interessierten Augen der Besucher Glasperlen. Die elfjährige Johanna und Mutter Barbara Einbter schauten ganz fasziniert zu. Die mit rund 900 Grad geformten Kugeln kühlen in speziellem Granulat ab und entwickeln dann so ihre richtige Leuchtkraft. Iris Henn kam aus dem fernen Ruhpolding in Bayern nach Kempen, offenbar durch Kontakte in der Thomasstadt. Sie zeigte schöne Patchworkarbeiten und handgemachte Teddybären. Da stach sofort ein froschgrüner Bär hervor. Das sei Käpt'n Grünbär, erzählte sie, der sei immer hoffnungsvoll.

Noch mehr Bären gab es beim Fest. Nämlich den schneeweißen Eisbären, namens Moritz und den braunen namens Nappo. Klar, dass dies die beiden Maskottchen der gleichnamigen Süßwarenfirma aus Kempen sind. Patrick Mersmann und Tim Stüdemann versteckten sich in der pelzigen Verkleidung. Den Beiden machte es Spaß über den Markt zu laufen und Nappo zu verteilen. Besonders die Kinder würden sofort auf sie zulaufen, erzählten sie.

Auf dem Buttermarkt konnte man sich dann die Rundungen der Bären anfuttern. Überall gab es etwas zu probieren. Umlagert war stets der Schokoladenbrunnen bei Peerbooms. Am Stand von Weinrichs aus Herford konnte man sich durch mit Schokolade umhüllte Cornflakes, Nüsse oder Trauben probieren. Da wurde klar, warum der Chocolatier sich "Bruchbude" nennt. Außerdem konnte die aufwendige Verpackung der Schokoladen durchaus mit den Kunstwerken in Ellenstraße und Kuhstraße Schritt halten.

Auf der Ellenstraße traf man auch einen hochzufriedene Truppe, angeführt von Kempens Bürgermeister Volker Rübo und Werberingchef Armin Horst. Gemeinsam mit den Mitarbeitern der Pressestelle der Stadt und Werberinggeschäftsführer Fred Klaas waren sie ins Gespräch mit WiJo Heinen vom Kempener Kunstzentrum vertieft.

Quelle: RP
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