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Serie Mit Dem Fahrrad In Den Frühling
Langfingern das Leben schwermachen

Serie Mit Dem Fahrrad In Den Frühling: Langfingern das Leben schwermachen
Volker Bruckhaus kennt sich mit Sicherheitssystemen für Fahrräder bestens aus. FOTO: kaiser
Tönisvorst. Wer ein hochwertiges Fahrrad besitzt, möchte es auch vernünftig gegen Langfinger absichern. Die Möglichkeiten der Diebstahlsicherung von Rädern sind vielfältig, aber nicht alles ist wirklich sicher. Von Bianca Treffer

vorst Der Blick in die Polizeistatistik zeigt, dass die Diebstähle von Fahrrädern in den vergangenen Jahren kontinuierlich zurückgegangen sind. Waren es im Jahr 2011 noch 1951 Räder, die im Kreis Viersen als gestohlen gemeldet wurden, so lag die Zahl im vergangenen Jahr bei 1428 Fahrrädern. Die Polizei spricht allerdings von einer Dunkelziffer von Fällen, die der Polizei gar nicht gemeldet werden, weil die Drahtesel nicht versichert waren und Besitzer daher auf eine Anzeige verzichteten. Um es erst gar nicht so weit kommen zu lassen, sollten Besitzer auf einen anständigen Schutz gegen Langfinger setzen. Das ist eine Sache, an die man bei einem Radkauf nicht immer denkt. In den Niederlanden ist man schon einen Schritt weiter. Wer dort sein Fahrrad gegen Diebstahl versichern möchte, muss ein rahmenfestes Schloss in Kombination mit einer Antidiebstahlkette vorweisen. "Die Versicherungen verlangen das, sonst gibt es keinen Schutz", berichtet Volker Bruckhaus vom Radsport-Studio Tönisvorst.

Ein rahmenfestes Schloss wie zum Beispiel ein Axa Defender sei an vielen Fahrrädern nachrüstbar. Es wird fest am Rad montiert. Beim Schlüssel handelt es sich um einen Innenbartschlüssel mit eingravierter Nummer. "Das Schloss alleine sichert das Rad allerdings nicht vor dem Wegtragen. Daher ist eine Kombination mit einer Antidiebstahlkette eine ideale Ergänzung", sagt der Fachmann. Die Kette wird um einen Laternenpfahl, Gartenzaun oder ähnliches gelegt und danach am rahmenfesten Schloss in der entsprechenden Vorrichtung eingerastet. Eine ebenfalls sicherere Variante, um sein Fahrrad vor Langfingern zu schützen, ist ein Zollstockschloss, vielen auch als Faltschloss bekannt. Neben der optimalen Sicherung ist die Handhabung einfach und die Unterbringung am Rad problemlos. Das Schloss wird wie ein Zollstock auseinander- und zusammengefaltet. Ausgefaltet ist es lang genug, um das Rad bequem mit einem festen Gegenstand zu verbinden. Im gefalteten Zustand kommt es in eine Extratasche, die gummiert ist, so dass während der Fahrt nichts rappeln und klappern kann. Per Klettverschluss kann es an jeder beliebigen Stelle am Rad befestigt werden. Zudem besteht die Möglichkeit, die Tasche fest anzuschrauben. Beim Material des Schlosses handelt es sich um gehärteten Federstahl, der auch Bolzenschneidern widersteht. "Das haben wir selber mit einem zwei Meter langen Bolzenschneider ausprobiert. Das Ergebnis war, dass die Klinge abbrach", verrät Bruckhaus.

Bügelschlösser sind auch sehr sicher, aber unhandlich für den Transport am Fahrrad. Von Seil- und Nummernschlössern rät Bruckhaus ab. Sie seien schon mit einer Elektrikerkneifzange zu knacken. Der Fahrradfachmann und studierte CAD-Konstrukteur empfiehlt zudem eine Registrierung bei der Polizei. Wenn ein Rad trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch einmal gestohlen werden sollte, ist die Chance, es wiederzubekommen, eindeutig größer. Bei einer Registrierung werden die Daten aus dem Fahrradpass aufgenommen und liegen so für alle Zeiten vor. Sollte der Fahrradpass, in dem es vor allem auf die Rahmennummer ankommt, verloren gehen, ist in der Datenbank der Polizei noch alles vorhanden.

Quelle: RP
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