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Stadt Kempen
Lindner auf Wahlkampftour in Kempen

Stadt Kempen: Lindner auf Wahlkampftour in Kempen
Christian Lindner (2.v.l. - mit dem Landtagskandidaten Dietmar Brockes) applaudiert auf dem Buttermarkt seinem Fraktionsvize Joachim Stamp. FOTO: Kaiser
Stadt Kempen. Christian Lindner, FDP-Parteichef und Spitzenkandidat seiner Partei für die Landtagswahl, warb gestern auf dem Buttermarkt für eine Neuausrichtung der Politik. Kandidaten im Kreis stellten sich vor. Von Andreas Reiners

Der FDP-Wahlkampftross, der derzeit durch Nordrhein-Westfalen tourt, machte gestern am späten Nachmittag Station auf dem Kempener Buttermarkt. Bei der zentralen Veranstaltung der Liberalen im Kreis Viersen stand Christian Lindner, der smarte Parteichef der FDP in Land und Bund, klar im Mittelpunkt. Gemeinsam mit dem stellvertretenden Vorsitzenden der FDP-Landtagsfraktion, Joachim Stamp aus Bonn, warb der 39 Jahre alte Parteivorsitzende aus Wuppertal in der Endphase des Wahlkampfs bei den Kempenern um deren Gunst und Stimme für die Liberalen.

Fast 500 Zuhörer - darunter viele Parteifreunde aus dem Kreis Viersen und vom übrigen Niederrhein - boten Lindner das Plenum, um seine Botschaften zu verkünden. Der Auftritt war geschickt inszeniert. Zunächst sprach Fraktionsvize Stamp. Er widmete sich den politischen Schwerpunktthemen im NRW-Landtagswahlkampf. Stamp kritisierte unter anderem die Bildungspolitik von Rot-Grün. Immer wieder gab es Beifall aus dem liberalen Lager, das zahlreich versammelt war. Aber auch von Zuschauern, die nachweislich einer anderen politischen Partei zuzuordnen sind, gab es das eine oder andere zustimmenden Applaus.

Anschließend präsentierte sich Parteichef Lindner gewohnt lässig - mit Dreitagebart und braun gebrannt. Er kritisierte die Gängelung von Mittelstand und Handwerk, forderte einen Bürokratieabbau und einen schnelleren Ausbau bei der Digitalisierung. Beim Thema Sicherheit übte Lindner deutliche Kritik an NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD). Die Bürger brauchten wieder mehr Vertrauen in den Rechtsstaat. Beim liberalen "Top-Thema" Bildung fand der FDP-Chef ebenfalls passende Worte für die amtierende Landesregierung. Es könne nicht sein, dass Eltern Schulklassen renovierten, nur weil das Land die Kommunen nicht entsprechend mit Finanzmitteln ausstatte. Das förderale Bildungssystem in Deutschland müsse reformiert werden, meinte Lindner.

Aus Zeitgründen etwas kurz geriet bei der Veranstaltung eine Talkrunde mit den FDP-Landtagskandidaten für die beiden Viersener Wahlkreise und den Wahlkreis Krefeld/Tönisvorst, Frank a Campo, Dietmar Brockes und Birgit Koenen.

Quelle: RP
 
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