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Gemeinde Grefrath
Lob für die Grefrather Schullandschaft

Gemeinde Grefrath: Lob für die Grefrather Schullandschaft
Viel Lob fand der externe Gutachter für die Sekundarschule. Er sei ein Fürsprecher, sagte er im Ausschuss. FOTO: wk
Gemeinde Grefrath. Ein Fachmann hat sich ein Jahr lang mit den Grefrather Schulen beschäftigt. Er bescheinigte der Gemeinde, die Zeichen der Zeit erkannt zu haben. Er hatte allerdings auch dringende Ratschläge an Rat und Verwaltung. Von Manfred Baum

Dass ein Referent in einem Fachausschuss nach einem Vortrag spontanen und lang anhaltenden Beifall bekommt, ist eher die Ausnahme. Doch im Grefrather Schulausschuss am Montag im Oedter Rathaus war es nach dem informativen und spannenden Vortrag von Tilman Bieber (Firma Gebit, Münster) so weit. Das Unternehmen hatte sich seit dem vergangenen Frühjahr mit dem Entwicklungsplan für die Gemeinschaftsgrundschule und die Sekundarschule, Schule an der Dorenburg, beschäftigt. Das Fazit nach seinem knapp einstündigen Bericht: "Die Gemeinde Grefrath hat die Zeichen der Zeit erkannt und die Betreuung in der Offenen Ganztagsschule ist beneidenswert."

Bieber sieht die Gemeinschaftsgrundschule Grefrath in Alt-Grefrath mittelfristig dreizügig, und die Zweigstelle in Oedt auf Dauer zweizügig, obwohl dort jetzt nur eine Eingangsklasse gebildet werden konnte. Die Grundschule Grefrath präsentiere eine stabile Schullandschaft, stellte Bieber fest. Er blickte noch einmal zurück und meinte, dass es richtig gewesen sei, dass aus drei Grefrather Grundschulen eine geworden sei. Der Zusammenschluss sei die richtige Antwort auf die demografische Entwicklung. Auch das räumliche Angebot sei gut. Bieber wies jedoch auch darauf hin, dass so schnell wie möglich die Räumlichkeiten, die jetzt in Oedt vom Kindergarten genutzt werden, an die Schule zurückgegeben werden müssten. Die Betreuungsquote (OGS und Schule von 8 bis 13 Uhr) könne sich sehen lassen. Für das Schuljahr 2021/22 wird mit 128 Einschulungen an der Grundschule Grefrath gerechnet.

Für die Sekundarschule müsse, so Bieber, Klarheit geschaffen werden hinsichtlich der baulichen Erweiterungen für die Schule. Diese Erweiterungen dürften nicht auf die lange Bank geschoben werden, betonte Bieber. Mit dem jetzigen Raumangebot und der Nutzung von Pavillons könne die Schule ihre Aufgaben auf Dauer nicht bewältigen. Bieber stellte fest, dass es wichtig sei, dass für die Schule die Rahmenbedingungen stimmen. Fakt sei aber auch die Tatsache, dass die Schule an der Dorenburg nur dann überleben könne, wenn weiterhin Schüler von auswärts kommen, so Bieber. Derzeit kommen 42,4 Prozent der Schüler aus der Niersgemeinde, 29,3 Prozent aus Nettetal und 22,2 Prozent aus Viersen. Bieber legte Rat und Verwaltung dringend ans Herz, dass man gemeinsam alles dafür tun muss, dass die Dreizügigkeit der Schule erhalten bleibt.

Im Moment hat die Schule an der Dorenburg 515 Schüler in 20 Klassen. Zum Schuljahr 2017/18 konnten drei Eingangsklassen gebildet werden. Eine dreizügige Sekundarschule benötigt 18 Regelklassen, sechs Differenzierungsräume, elf Fachräume und einen Mehrzweckraum. "Ich bin ein Fürsprecher Ihrer Sekundarschule", bekannte Bieber, der darauf verwies, dass eine Schule auch Aufbruchstimmung benötige. Die alte Hauptschule hatte nur rund 240 Schüler. Die Schule an der Dorenburg habe für Grefrath eine große Bedeutung, so Bieber abschließend. Sprecher aller Fraktionen waren angetan vom Vortrag und den zahlreichen Erläuterungen von Tilman Bieber.

Quelle: RP
 
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