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Stadt Kempen
LvD fördert Schüler ganz individuell

Stadt Kempen: LvD fördert Schüler ganz individuell
Schüler des Luise-von-Duesberg-Gymnasiums in Kempen nutzen die individuellen Förderangebote der Schule. Auch das Selbstlernzentrum wird rege frequentiert. FOTO: Wolfgang Kaiser
Stadt Kempen. Das Luise-von-Duesberg-Gymnasium in Kempen bietet seit einem halben Jahr eine besondere Schulung für die Siebt- und Achtklässler an. Mit dem so genannten Förderband können Schüler ihre Fähigkeiten ausbauen. Von Bianca Treffer

Wenn Helen vom Förderband spricht, dann strahlt die zwölfjährige Schülerin des Luise-von-Duesberg-Gymnasiums (LvD). "Das Angebot ist einfach praktisch. Ich habe Mathe belegt. Wenn ich etwas im Unterricht nicht verstanden habe, kann ich das nachholen. Es hilft mir, Mathe besser zu verstehen. Meine Noten im Fach sind sogar schon besser geworden", berichtet Helen. Der gleichaltrige Edmund ist genauso begeistert. Er besucht den Förderunterricht in Deutsch. "In Deutsch bin ich nicht so gut. In den Förderstunden geht es locker zu und das Lernen macht Spaß. Hier gibt es keine Noten und keine Klassenarbeiten, das ist schön", sagt der Siebtklässler.

Zwei Stunden in der Woche und zwar jeden Mittwoch in der fünften und sechsten Stunde steht bei den 114 Siebtklässlern und 100 Achtklässlern das "Förderband" auf dem Stundenplan. Je nachdem, ob Defizite ausgeglichen werden sollen oder eine Begabtenförderung angesagt ist, können die Schüler individuell Kurse belegen. Zu den Angeboten gehören Mathematik, Deutsch, Latein, Englisch, Französisch, Sport, Freies Lernen, Jugend forscht und "ZRM". Wobei es sich bei Letzterem um das so genannte Züricher Ressourcen Modell handelt. Dahinter verbirgt sich ein Selbstmanagement-Training zur Stärkung der Persönlichkeitsentwicklung. Den Begriff "Förderband" haben sich übrigens die Lehrer des Kempener Gymnasiums selbst ausgedacht. Es gibt dafür keinen wissenschaftlichen Hintergrund.

Die individuelle Förderung von Schülern findet seit Jahren am LvD über die Förderstunden in der Sekundarstufe I (Unter- und Mittelstufe) statt. "Wir wollten das Ganze optimieren und haben im vergangenen Schuljahr das Modell ,Förderband' entwickelt", erklärt Dr. Winfried Spanaus, der stellvertretende Schulleiter. Es ging dabei auch darum, den Stundenplan der Siebt- und Achtklässler zu entzerren. Die Idee entstand, die beiden Jahrgangsstufen für den Förderunterricht zusammenzufassen und das Angebot gemeinsam anzubieten.

Mit dem ersten Halbjahr des Schuljahres 2015/16 startete das "Förderband" an dem Kempener Gymnasium. Lehrer sprachen dabei auch Empfehlungen aus, wenn Defizite klar erkennbar waren und sich ein entsprechender Kursus anbot. Wer keine Empfehlung von seinem Lehrer erhielt, konnte sich frei entscheiden und Angebote wie Sport, die freie Lernzeit oder auch "Jugend forscht" wählen. Der große Vorteil des "Förderbandes" ist die kleine Gruppengröße in den Kursen. "Wir haben je vier Klassen im siebten und achten Schuljahr. Wir bieten diesen acht Klassen 14 Kurse an, so dass in Kleingruppen gelernt werden kann", erklärt Spanaus. Das ansonsten angestrebte jahrgangsübergreifende Lernen setzt dabei in den Fächern Mathematik und Englisch aus. Hier gibt es getrennte Angebote für die jeweilige Altersstufe.

Die Lehrer, die im Förderprojekt aktiv sind, unterrichten in den beiden Jahrgangsstufen. Die Betreuung der Kurse durch die Lehrer findet entsprechend fachspezifisch statt. Für den Bereich "ZRM" hat Sport- und Englischlehrerin Beate Blume zudem eine Weiterbildung besucht, um die wissenschaftlichen Erkenntnisse rund um das Lernen weitervermitteln zu können. "Das Feedback, das wir bis jetzt von Schülern und Lehrern erhalten haben, ist gut. Nichtsdestotrotz haben wir einen Schülerfragebogen zum ,Förderband' entwickelt, den die Siebt- und Achtklässler jetzt ausfüllen sollen. Er wird von uns ausgewertet, um das Angebot möglicherweise zu verbessern", sagt Spanaus.

Nicht nur die Möglichkeit, zusätzliche Förderung zu erhalten, wird von den Schülern gut angenommen, sondern auch das Selbstlernzentrum des LvD. Die mit Rechnern, Druckern, Büchern und diversen Arbeitsmaterialien ausgerüsteten Räume sind von den Schüler stets gut besucht. Sie können dort in Eigenregie arbeiten.

Quelle: RP
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