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Stadt Kempen
Mädchen erkunden die Chemieindustrie

Stadt Kempen. 22 Schülerinnen des Luise-von-Duesberg-Gymnasiums besuchten gestern die Lackwerke Peters. Von Heiner Deckers

22 Achtklässlerinen des Luise-von-Duesberg-Gymnasiums nutzen den gestrigen Girl's Day, um sich bei den Lackwerken Peters am Hooghe Weg umzuschauen. Das Unternehmen und die Schule betreiben seit Jahren eine gut funktionierende Partnerschaft. Der Tag begann mit einer kurzen Betriebsbesichtigung, denn welches junge Mädchen hat schon eine Ahnung von dem, was bei Peters so alles hergestellt wird. Die Mädchen sahen, wie Speziallacke für die Industrie gemischt, abgefüllt und versandfertig gemacht werden. Die meisten Abläufe sind automatisiert, bei kleineren Mengen aber legen die Mitarbeiter noch selber Hand an.

Nach allerlei theoretischen Informationen über Messung von Temperatur und Abluftstärke griffen die Mädels zu Kittel und Schutzbrille, im Gänsemarsch ging es ab ins Labor. So wichtig die Theorie auch sein mag, gerade in der Chemieindustrie: Wirklich merken kann man sich manche Dinge erst, wenn man selber einmal gemacht hat. Im Labor wurde es spürbar munter, als die gut gelaunten Achtklässlerinnen Einzug hielten. Der Geruch war für die Besucherinnen zunächst einmal ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber bald schon kein Thema mehr. Dazu war es zu interessant, was Frank Krupka erzählte. Unter seiner Leitung ging es darum, Speicherplatten mit einem bei Peters hergestellten Lack zu beschichten. Die Platten werden in allen Bereichen der Industrie benötigt. Zu den Kunden der Lackwerke Peters gehören Volkswagen, Hewlett Packard und sogar die amerikanische Weltraumbehörde Nasa. Während Krupka redete, machten die Mädchen erst einmal große Augen. Um das Thema Speicherplatten hatte sich keine von ihnen in ihrem bisherigen Leben großartige Gedanken gemacht. Als sie sich selber ans Werk machten, war die anfängliche Unsicherheit aber rasch verflogen. Sie hantierten mit dem Lack, als ob das zu ihrer täglichen Routine gehörte. Ihre eigenhändig beschichtete Speicherplatte konnten sie am Ende des Tages als Trophäe mit nach Hause nehmen.

Jedes Jahr beim Girl's Day ist der optische Höhe- und gleichzeitig Schlusspunkt die Demonstration, was mit Gegenständen passiert, die man in minus 196 Grad kalten Stickstoff taucht. Sie sind binnen weniger Sekunden eingefroren, selbst Blumen zerbrechen dann wie Glas.

Der Girl's Day wird bei den Lackwerken Peters traditionell von den Auszubildenen im zweiten Lahrjahr vorbereitet und betreut. Das reicht von den Absprachen mit den verschiedenen Abteilungen bis hin zur Beschaffung von Getränken. "Wir machen das vollkommen alleine, ohne die Hilfe der Geschäftsführung", sagt Friedrich Gerecht.

Quelle: RP
 
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