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Kreis Viersen
Mädchen lernen Technik-Berufe kennen

Kreis Viersen. Es hat sich rumgesprochen: Mädchen und Technik - das sind nicht mehr zwei Welten, die aufeinandertreffen. Interessierte Mädchen von Gymnasien in der Region haben sich jetzt bei Betrieben und an der Hochschule Niederrhein umgeschaut und kamen mit Ingenieurinnen und Studentinnen in den so genannten. Mint-Zweigen in Kontakt. Mintsteht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die Unternehmerschaft Niederrhein und die Agentur für Arbeit Krefeld-Kreis Viersen organisieren jedes Jahr diesen Aktionstag "mentorING",

Den jungen Frauen wurde gezeigt, wie es ist, als Ingenieurin Großanlagen einzurichten, zu steuern und zu überwachen und welchen Herausforderungen man sich als Ingenieurin mit Verantwortung für Prozesse und Mitarbeiter täglich stellen muss. Gleich vier junge Ingenieurinnen bei der Firma Alberdingk Boley zeigten ihre Arbeitsbereiche und ihr Unternehmen. Sie berichteten auch über ihre Studiengänge und wie es dazu kam, dass sie sich für den Bereich Technik entschieden haben. Katja Matschulat und Katharina Hoffmann sind familiär geprägt. "Mein Vater hat Chemie studiert und arbeitet heute in der Lebensmittelbranche", berichtet Katja Matschulat. Sie macht gerade berufsbegleitend ihren Master in Chemie an der Uni Duisburg-Essen.

Katharina Hoffmanns Vater ist ebenfalls Chemiker. Sie hat sich für ein Studium in Bio-Ingenieurwesen entschieden und ist, nach mehrjähriger Tätigkeit im Anlagenbau, erst seit einem halben Jahr bei Alberdingk Boley. "Wichtig ist, für sich selbst herauszufinden, wo die eigenen Interessen und Stärken liegen und was einem am meisten Freude bereitet", sagt sie.

Dass das Studium nicht viel Freizeit erlaubt, dachte zuerst auch Dr. Edith Herberth. "Man muss sich schon weit über die Vorlesungen an der Hochschule hinaus mit den Themen beschäftigen. Zum Beginn des Studiums ist es nicht einfach. Aber wenn man es einmal raus hat, wie man Stoff nachbereiten und vertiefen kann, geht es auch. Und dann kann man auch wieder an Freizeit denken", so die promovierte Chemikerin, die heute für Fragen der Regulation und Sicherheit verantwortlich ist. Olexandra Gorskyh hat Wirtschaftsingenieurwesen studiert und bringt betriebswirtschaftliches Know-how mit. Sie betont, dass es neben der inhaltlichen Arbeit auch darauf ankommt, dass man sich in einem Unternehmen wohlfühlt. Auch an der Hochschule Niederrhein in den Fachbereichen Elektrotechnik und Informatik sowie Maschinenbau und Verfahrenstechnik konten sich Jugendlichen einen Eindruck davon verschaffen, wie es ist, ein technisches Fach zu studieren. Sie wurden von Studienberaterin Hannah Astafan und Vertreterinnen aus den Fachbereichen empfangen und in die Fachräume geführt. Hier zeigten Studierende Experimente und erläuterten ihren Alltag an der Hochschule. Dass der auch jede Menge Abwechslung und Freude mitbringt, machten die Studentinnen deutlich. Sie brennen für ihr Fach. Und so sollte es auch sein. "Alles andere kann man lernen," resümiert Hannah Astafan.

(hd)
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