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Stadt Kempen
Martinsfackeln erleuchten das Rathausfoyer

Stadt Kempen. Richtig zum Leuchten kommen sie erst am 10. November, wenn der große Martinszug durch die Altstadt zieht. Aber schon jetzt kann man eine Auswahl der diesjährigen Fackeln im Foyer des Kempener Rathauses am Buttermarkt begutachten. Und kaum hatten die Schüler rund um Markus Pricken, Lehrer an der Martin-Schule und der Leiter der Fackelprämierungskommission des St.-Martinvereins, angefangen, die schönen Werke aufzustellen, blickten gestern Morgen schon die ersten Neugierigen durch die Fenster oder kamen ins Foyer. Von Silvia Ruf-Stanley

Nils (13), Katharina (13), Nina (12), Amelie (11), Kimberley (12), Saskia (14), Paul (11) und Philip (11) hatten alle Hände voll zu tun. Seit acht Uhr waren sie gestern mit dem Aufbau beschäftigt. Die meisten der Fackeln fanden ihren Platz direkt am Fenster. Andere, vor allem die besonders großen Exemplare, wurden in der Mitte auf eigens gebauten Stellagen aufgestellt. Zwischenzeitlich hatten zwei der Mädchen mal gezählt, wie viele Laternen gebracht worden waren. Sie kamen auf rund 200 Fackeln.

Klassenweise wurden die Fackeln abgegeben. Schüler der früheren Johannes-Hubertus-Förderschule haben eigene Fackeln als überquellende Blumentöpfe gebastelt. Blumen gibt es auch vom Thomaeum - richtig tolle Blütenkelche auf langen Stielen. Das wird dann sozusagen ein Hauch Frühling im dunklen November.

Aber auch sonst haben sich die Schüler aller Kempener Schulen sehr viel Kreatives einfallen lassen. Die Erich Kästner Realschule verkündet auf einer Laterne die besten Backzutaten für gutes Miteinander: Kekse, Liebe, Hilfsbereitschaft, Zuversicht und Freunde. Die Grundschüler der Astrid-Lindgren-Schule lassen Kinder aller Hautfarben Hand in Hand um die Weltkugel tanzen. An einer dieser Laternen stand gerade Nils Hallen mit seiner Mutter. Zufällig waren sie vorbei gekommen und Nils wollte ihr doch unbedingt seine Fackel im Rathaus zeigen. Der Junge kann stolz darauf sein, denn dahinter steckt viel Arbeit, wie seine Mutter erzählte.

Die Regenbogenschule lässt Raketen in die Luft steigen. Oder es gibt bunte Schultüten. Die bewunderten die Damen Lenders. Denn eine davon hat der Nachwuchs gebastelt. Auch Petra Jacobs war gekommen, um die Fackeln zu betrachten und die der eigenen Kinder zu finden. Sie berichtete von einer guten Idee einer Bekannten: Diese fertigt jedes Jahr eine Miniatur der Laterne ihres Kindes zum Anstecken und hebt diese auf, um die ganze Sammlung dann zu St. Martin zu zeigen. Bis 7. November ist die Ausstellung im Rathaus zu sehen.

Quelle: RP
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