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Stadt Kempen
Maschine mixt den perfekten Cocktail

Stadt Kempen. Ein Kempener Produkt erobert die Gastronomie: "The Qube" heißt die Cocktailmaschine, die auf Knopfdruck perfekte Drinks mischt. Den Bartender soll sie aber nicht ersetzen. Von Heiner Deckers

Caipirinha, Sex on the Beach oder Tequila Sunrise – die Namen sind Programm, regen die Fantasie an und versprechen entspannte Stunden bei leckeren Cocktails. Die müssen allerdings perfekt gemixt sein, sonst ist die Freude schnell dahin. Die Kempener Firma "The Qube" präsentiert ihre Cocktailmaschine, die einem eigentlich die ganze Arbeit abnimmt und einen perfekten Drink mischt. "Gedacht ist unsere Maschine für die normale Gastronomie, nicht für Cocktailbars", erklärt Ugur Erol, der das Unternehmen gemeinsam mit Manfred Schleicher leitet.

Das Prinzip ist einfach und schnell erklärt: "The Qube" enthält zwölf Flaschen, aus denen per Knopfdruck der gewünschte Drink hergestellt wird. Rezepte in unendlicher Zahl lassen sich leicht programmieren. Was sind die Favoriten der Geschäftsführer? Erol entscheidet sich für einen Sex on the Beach (unter anderem Wodka, Pfirsischlikör und Saft), Schleicher nennt den alkoholfreien Bora-Bora mit Kokos und Sahne: "Der schmeckt sensationell."

Im Ruhezustand leuchtet "The Qube" blau. Mixt er einen Cocktail, sieht man plötzlich rot. Ein wenig Show gehört halt dazu. 2008 haben Erol und Schleicher ihr Produkt auf der Messe Hogatec in Düsseldorf vorgestellt und bekam gleich die Auszeichnung einer Fachzeitschrift aus den USA für die "Top Ten Products That Stole The Show". Auf der Anuga 2009 in Köln wurde die Kempener Cocktailmaschine mit dem Innovationspreis "Taste 09" ausgezeichnet und erregte Aufmerksamkeit bis hin nach Australien. "Wir hatten Anfragen aus Ländern, die ich gar nicht kannte", erinnert sich Erol. Ab heute präsentiert das Unternehmen sein Produkt auf der Internorga in Hamburg.

Es sei erstaunlich, berichtet Erol, wo man inzwischen überall "Qubes" finde: in normalen Gaststätten, in Restaurants, aber auch in Wellness-Centern und Fitness-Studios – wobei an beiden letztgenannten Standorten der Akzent natürlich auf den nicht-alkoholischen Cocktails liegt. Davon gebe es eine ganze Menge, sie seien inzwischen auch als Abwechslung beim Kindergeburtstag sehr beliebt. Hier setzt eine Idee der Firmeninhaber an: Sie haben den Plan, in Zukunft mit mobilen Cocktailbars Existenzgründungen zu ermöglichen, dann aber nicht nur bei Kindergeburtstagen.

Woher kam die Idee? Das Vorbild war eine schnöde Farbmischmaschine. Erol arbeitete im Bereich Großkücheneinrichtung und kannte das Probleme: Für die meisten Gastronomen lohnt es sich nicht, einen Bartender einzustellen. Cocktails so nebenbei zu mischen, geht an die Qualität. Also ersann Erol die Cocktailmischmaschine, die hohe und gleichbleibende Qualität garantiert. "Wir verkaufen keine Maschine, sondern das Modell Cocktail." Und das zum Vorteil der Gastronomen: Wenn's den Kunden schmeckt, darf's gern ein Cocktail mehr sein. Frage des Tages

Quelle: RP
 
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