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Gemeinde Grefrath
Mit Chinesisch auf Erfolgskurs

Gemeinde Grefrath: Mit Chinesisch auf Erfolgskurs
Lehrerin Yasmin Jeng-Zeitz mit ihren Chinesisch-Schülern (v.l.) Judith Rotering, Julia Schleier und Marius Hojenski. FOTO: wolfgang kaiser
Gemeinde Grefrath. Die Q1- und Q2 Schüler der Chinesisch-AG der Liebfrauenschule Mülhausen holten den ersten Platz beim NRW Kreativwettbewerb Chinesisch. Sie überzeugten das Publikum mit ihrer Aussprache. Von Bianca Treffer

Auf Erfolgskurs befindet sich die Chinesisch-AG der Liebfrauenschule Mülhausen. Nachdem im vergangenen Jahr der erste Platz beim NRW Kreativwettbewerb Chinesisch im Bereich der Sekundarstufe I an das Gymnasium ging, sicherte sich in diesem Jahr eine weitere AG aus Mülhausen einen ersten Platz. Judith Rotering, Julia Schleier und Marius Hojenski, die seit knapp vier Jahren gemeinsam bei Yasmin Jeng-Zeitz Chinesisch lernen, gewannen den Wettbewerb, der diesmal in Essen ausgetragen wurde, in der Sekundarstufe II.

Die drei Schüler studierten gemeinsam mit ihrer Lehrerin einen Sketch ein, einen sogenannten Xiangsheng. "Das kann mit komischer Dialog übersetzt werden. Unserer beschäftigte sich mit der richtigen beziehungsweise falschen Auissprache und somit einer nicht beabsichtigten Wortwahl", erklärt Jeng-Zeitz. Das ist etwas, was eine absolut perfekte Aussprache voraussetzt, damit es funktioniert und komisch wirkt. Je nach Tonfall erhält in der chinesischen Sprache ein Wort nämlich eine andere Bedeutung. Es gibt für ein Wort bis zu fünf Tonfälle und entsprechende Bedeutungen.

Die Aufregung bei Judith, Julia und Marius war groß. "Bei den Proben hat es schon mal gehakt, aber bei der Aufführung lief alles reibungslos", erzählt Judith. Dass ihr Sketch gut ankam, konnten die drei schon an den Reaktionen der Zuhörer feststellen. Sie lachten nämlich herzlich an genau den richtigen Stellen. "Mit das Tollste war, dass wir in der Pause vom chinesischen Botschafter angesprochen wurden und er meinte, unsere Aussprache sei besser als seine eigene", verrät Marius voller Stolz.

Auch chinesischen Studenten, die ebenfalls zu den Besuchern des Wettbewerbs zählten, sprachen die Gymnasiasten an. "Sie haben Fotos mit uns zusammen gemacht und wir haben Handynummern ausgetauscht, weil sie von unseren Sprachkenntnissen so angetan waren", berichtet Julia. Für den Sketch rüstete Jeng-Zeitz die drei mit traditioneller chinesischer Kleidung aus. "Wobei mein festliches Abendkleid eigentlich ein langes Kleid wäre. Weil ich aber so groß bin, ging es mir gerade bis übers Knie", verrät Judith lachend. Zudem verwandelten sie gemeinsam die Bühne im Essener Burggymnasium in eine Teestube, denn in einer solchen spielte ihre Parodie.

Als Schulministerin Sylvia Löhrmann die Bühne betrat, um die Sieger des Wettbewerbs zu verkünden, herrschte absolute Spannung. Die Liebfrauenschule durfte dann zusammen mit dem Burggymnasium das Siegerpodest betreten. Die Jury fand nämlich beide Beiträge so hervorragend, dass jedes Gymnasium einen ersten Preis erhielt. Es gab ein Buchpaket vom Konfuzius-Institut Metropole Ruhr und pro Schüler einen Gutschein für einen zweiwöchigen Sprachkurs Chinesisch am Landesspracheninstitut Bochum. Ein Angebot, auf das sich die drei besonders freuen. Judith, Julia und Marius sind sich einig, dass Chinesisch lernen mit Jeng-Zeitz als Lehrerin viel mehr ist, als nur das Erlernen einer Sprache. "Neben der Sprache lernen wir viel von der Kultur. Das Angebot der AG bietet mir jede Menge. Ich bin froh über die Chance, die ich hier erhalte und die mir für meine Zukunft etliches gibt", sagt Marius. Er möchte nämlich gerne Maschinenbau studieren und konnte feststellen, dass die Tatsache, dass er Chinesisch lernt, ihm Türen bei Unternehmen öffnet. Eine Erfahrung, die Judith ebenfalls schon gemacht hat: "Bei meinem Praktikum in einem chinesischen Unternehmen bin ich mit sehr viel Respekt aufgenommen worden", erinnert sie sich. Alle drei haben bereits die HSK II Prüfung am Konfuzius-Institut Düsseldorf abgelegt, die ein Beleg für ihre Leistungen ist.

Quelle: RP
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