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Stadt Kempen
Mit dem Rad den Niederrhein entdecken

Stadt Kempen: Mit dem Rad den Niederrhein entdecken
Gruppenbild mit Niederrheinrädern (v.l.): Tobias Schmitz, Michael Bist, Wolfgang Werthschulte, Siegried Ferling und Christoph Dellmans. FOTO: wolfgang kaiser
Stadt Kempen. In Kempen kann man sich an der Sauna- und Wasserwelt "Aqua Sol" Niederrheinräder ausleihen. Die Stadtwerke arbeiten gern mit Tourismusbetrieben zusammen. Von Heiner Deckers

Bei dem Schmuddelwetter, das gestern zeitweise herrschte, hat keiner so richtig Lust, auf das Fahrrad zu steigen und den Niederrhein zu erkunden. An schönen Tagen sieht das anders aus: Da können alle, die kein eigenes Gefährt parat haben, ein Niederrheinrad leihen und in die Pedalen treten. In Kempen ist das am Schwimmbad "Aqua Sol" möglich, die grünen Räder auf dem Abstellgelände sind nicht zu überstehen. Seit 2010 gibt es die Niederrheinräder, verteilt auf 40 bis 50 Stationen. Es sei damals der Beginn einer echten Erfolgsgeschichte gewesen, sagte gestern Tobias Schmitz von der Niederrhein Tourismus GmbH anlässlich eines Ortstermins in Kempen.

Die Thomasstadt war seit Jahren ein weißer Fleck bei den Stationen, an denen man das Niederrheinrad ausleihen kann. Früher ging das am Sporthotel, aber das ist schon länger vorbei. Auf Initiative der Stadtwerke als Betreiber des "Aqua Sol" stehen die Räder seit September am Bad zur Ausleihe bereit. Der Ansturm hielt sich - jahreszeitlich bedingt - zunächst in Grenzen. "Es spricht sich aber langsam herum, dass hier eine Station ist", sagt Tobias Schmitz. Davon profitiert letztendlich auch die Stadt Kempen: "Wir sind froh, dass die Stadtwerke und das Aqua Sol dieses Angebot machen", sagt Stadtsprecher Christoph Dellmans.

Siegfried Ferling, Geschäftsführer der Stadtwerke, arbeitet gern und regelmäßig mit Tourismusbetrieben zusammen, ist auch auf einschlägigen Messen dabei. Da gibt es beispielsweise buchbare Pakete, kombiniert aus Eintrittskarten für für verschiedene Freizeiteinrichtungen - Beispiel Aqua Sol, Eishalle Grefrath, Kletterpark Süchteln. Das Kempener Bad sei aus mehreren Gründen ein guter Standort für das Niederrheinrad. Man kann es spontan leihen, um eine Runde zu drehen. Man kann aber auch für eine größere Gruppe vorab Räder buchen, die zum gewünschten Termin an Ort und Stelle sind. Abgeben kann man die Räder an irgendeinem Standort. Wer jedoch sein in Kempen geliehenes Rad auch wieder in Kempen abgibt, bekommt, so Michael Bist, einen Tag freien Eintritt in das Bad - und ein Handtuch obendrein. Im Blick haben die Verantwortlichen auch Gäste des nebenan gelegenen Stellplatz für Reisemobile, dessen Gäste nicht unbedingt ein Fahrrad an Bord haben.

Die Niederrhein Tourismus GmbH strebt danach, möglichst in allen Kommunen des Kreises eine Ausleihstelle zu haben. Zurzeit gibt es die Niederrheinräder neben Kempen aber nur in Viersen, Brüggen und Niederkrüchten. In Grefrath ist man in Verhandlungen mit dem Eissportzentrum, dort könnte es im kommenden Jahr auch Räder geben. Die Ausleihe kostete neun Euro pro Tag. Die Räder haben keinen außergewöhnlichen und überflüssigen Schnickschnack, sie verfügen über eine Rücktrittbremse und eine Sieben-Gang-Schaltung.

Die Stadtwerke zahlen Miete für die Räder an die Tourismus Niederrhein GmbH und refinanzieren das Projekt mit den Miteinnahmen. Nach Angaben von Badleiter Wolfgag Werthschulte kann man die Räder während der normalen Öffnungszeiten das Aqua Sol, leihengrößere Mengen sollte man aber unbedingt. vorbestellen. Insgesamt verfügt die Tourismus Niederrhein GmbH über rund 1000 Räder. Darunter sind auch einige E-Bikes.

Quelle: RP
 
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