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Umzug
Mit "Ferkes Tönn"-Rufen durchs Bergdorf

Umzug: Mit "Ferkes Tönn"-Rufen durchs Bergdorf
Die Kindergarten- und Schulkinder waren mit ihren Eltern, Freunden und den Schützen gestern in Tönisberg unterwegs. Beim Kinderkarnevalszug im Bergdorf präsentierten die kleinen und großen Teilnehmer viele tolle Kostüme. FOTO: Prümen
Stadt Kempen. Kostümiert sind am Sonntag Kinder und Erwachsene durch Tönisberg gezogen.  Von Bianca Treffer

"Eigentlich wollten wir als Hunnen gehen, aber das Motto der Kita Schlösschen ist Indianer und Cowboys", erzählen Joachim und Monika. Daher haben sie sich samt Tochter Charlotte in schmucke Indianer verwandelt, während die große Schwester allerdings ein Marienkäfer ist. "Das ist das Wappentier im Wilden Westen", erzählt Judith lachend. Alle sind bester Stimmung, denn nach einem Jahr Pause ist es in Tönisberg wieder soweit. Die Gruppe "Rebellen" der Bruderschaft Antonius Isidorus lädt zum Kinderkarnevalsumzug ein. Der findet seit 1992 alle zwei Jahre statt und das mit großem Erfolg.

Wenn sich die Kinder der beiden Tönisberger Kindergärten Schlösschen und St. Antonius sowie die Gemeinschaftsgrundschule in die Kostüme werfen und durchs Bergdorf ziehen, dann sind nicht nur die Straßen liebevoll mit Luftballons, Girlanden und jecken Fensterbildern geschmückt, sondern auch Zuschauer finden sich reichlich ein. Und Kamelle regnen lassen, das können die jungen Jecken prima, da stehen sie den großen Narren auf der über drei Kilometer langen Zugstrecke in nichts nach. Auch wenn motorisierte Mottowagen fehlen, so sind die mitgeführten Bollerwagen, die die Kamelle transportieren, doch mit viel Liebe dekoriert.

Der Bollerwagen von Monique wurde in ein Felltipi verwandelt. Inmitten von kuschlig weichen Fellen sitzt Tochter Emma-Sofie als Indianerin. Über der Dreijährigen schützt sogar ein Fell gegen das usselige Wetter. "Wir haben das alte Wiegengestell kurzerhand an den Bollerwagen montiert und als Dach ausstaffiert", erzählt die Tönisbergerin, die fleißig Kamelle wirft. Cowboy Milan hat es sich indes inmitten von Luftballons und jecker Musik bequem, während Vater Joffrey fleißig zieht.

FOTO: Prümen Norbert

Ein Stückchen weiter sind Giraffen, Pandas, Tiger und Bären unterwegs. Die Klasse zwei der Grundschule ist mit einem Zoo-Motto unterwegs. Die Erstklässler sind dagegen Waldtiere geworden. Niedliche Rehe, Dachse und Igel mit Dutzenden von Wäscheklammern als Stacheln lassen Besucher strahlen und lösen begeisterte "Ferkes Tönn"- Rufe aus.

Susanne ist als Rad schlagender Pfau unterwegs - mit 40 Pfauenfedern, wie die Tönisbergerin verrät, während der achtjährige Kilian im Rabenkostüm steckt. Die beiden Tierarten bestimmen das Bild bei der Klasse 3 b. Und die Kinder der Klasse 3 a grüßen als Emojis, wobei ihr Bollerwagen mit einem lachenden XXL-Emoji bestückt ist.

In Superhelden haben sich die Viertklässler gemeinsam mit ihren Eltern verwandelt und auch bei der Kita St. Antonius spielen die Helden die ausschlaggebende Rolle. Supermann trifft so auf Batman. Nicht zu vergessen sind die Rebellen und bei denen heißt es wie immer: "Der König ist tot. Es leben die Rebellen".

Quelle: RP
 
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