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Gemeinde Grefrath
Mit mehr Effizienz in die Zukunft

Gemeinde Grefrath: Mit mehr Effizienz in die Zukunft
Gestern bei der Vertragunterzeichnung (oben v.l.): Heinz-Jakob Nellessen, Norbert Enger, Mike Zander, (unten) Erik Ix, Manfred Lommetz und Michael Aach. FOTO: wolfgang kaiser
Gemeinde Grefrath. Im Bereich Bahnstraße brauchen Gebäude, unter anderem das Rathaus, eine Sanierung ihrer Heizung. Die Verwaltung hat mit den Gemeindewerken und der GWG eine Lösung gefunden. Gestern war die Vertragsunterzeichnung. Von Heiner Deckers

Der Zufall hat es so gewollt: Elf Häuser, 57 Wohneinheiten der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft (GWG), öffentliche Gebäude wie das Rathaus, das Feuerwehrgerätehaus und der Jugendtreff "Dingens" brauchen dringend eine Sanierung ihrer Heizungsanlagen. Hinzu kommt der GWG-Neubau an der Bahnstraße mit 18 Wohneinheiten. Gleichzeitig stand eine Modernisierung der Versorgungsleitungen im Bereich Rathausplatz / Heudonk an. Das Ergebnis, das gestern schriftlich besiegelt wurde, ist eine effiziente Lösung, getragen von der Verwaltung, den Gemeindewerken und der GWG.

"Manchmal ist es von Vorteil, wenn die lokalen Partner sich kennen und gut vernetzt sind", sagt Erik Ix, Geschäftsführer der Gemeindewerke. Die Planung, deren Realisierung mit den ersten Tiefbauarbeiten im Mai beginnt, sieht eine zentrale Versorgung in Form einer Heizzentrale vor. Die besteht aus effizienten Blockheizkraftwerken, modernen Erdgasbrennwertanlagen und großen Pufferspeichern. Ix erklärt, warum man sich für dieses so genannte Nahwärmekonzept entschieden hat: "Es ist in diesem Fall sinnvoll, wirtschaftlich und ökologisch. Nahwärmenetze liegen im Trend, weil sie eine zentrale Versorgung am Ort bieten."

Auch Bürgermeister Manfred Lommetz ist begeistert von dem Konzept: "Durch diese Synergien schaffen wir Vorteile für die Anwohner, weil mehrere Sanierungen gleichzeitig erfolgen." Auch die Gemeinde profitiere in großem Umfang: "Die Heizungsanlagen im Rathaus, dem Feuerwehrhaus und dem Jugendheim sind in die Jahre gekommen. Wir haben das seit einiger Zeit in der Planung. Nun kamen der Neubau der GWG und damit die Idee der Nahwärme für uns zum richtigen Zeitpunkt." Man habe für die kommunalen Gebäude keine separate Lösung erarbeiten müssen, "die am Ende sicherlich teurer wäre." Nah der Umsetzung der Planungen habe man garantiert einen reibungslosen Betrieb für die nächsten 15 Jahre. "Gleichzeitig gehen wir mit gutem Beispiel voran, weil diese Nahwärmelösung ein wichtige Baustein für die Energiewende vor Ort ist" meint Lommetz weiter.

Falk Figgemeier, technischer Leiter bei der GWG und für das Projekt zuständig, geht fest davon aus, dass jeder Mieter in den betroffenen Häusern die Sanierung auf seiner Verbrauchsabrechnung spüren wird: "Die effiziente neue Anlage benötigt weniger Energie, das wirkt sich positiv auf die Kosten aus." Es gebe nicht mehr in jedem Haus eine Heizungsanlage, die gewartet werden muss, sondern nur eine, um die sich die Gemeindewerke kümmern. Können sich weitere Anwohner beteiligen? "Sobald alle jetzt geplanten Gebäude angeschlossen sind, freuen wir uns, wen sich noch weitere Anwohner für diese günstige und umweltfreundliche Energie entscheiden", betont Figgemeier. Das Netz sei darauf angelegt, hier gebe es keinerlei Beschränkungen.

Netzmeister Heinz-Jakob Nellessen von den Gemeindewerken begleitet die komplette Maßnahme vor Ort. An der Umsetzung sind lokale Unternehmen beteiligt, so liegt die Ausführungsplanung in den Händen eines Oedter Ingenieurbüros, mit dem die Gemeindewerke bereits beim Wärmeprojekt im Mülhausener Klostergarten zusammengearbeitet haben. Nach Verlegung der Rohre folgt der Bau der Heizzentrale. Bis zum Herbst solle der Neubau angeschlossen sein, die weiteren Gebäude der GWG und die kommunalen Liegenschaften folgen.

Quelle: RP
 
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