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A40 lange gesperrt
Motorradfahrer prallt gegen Lkw und stirbt

Motorradfahrer stirbt bei Unfall auf A40
Motorradfahrer stirbt bei Unfall auf A40 FOTO: G�nter Jungmann
Duisburg. Ein Motorradfahrer ist am Dienstagabend auf der A40 nahe Grefrath gegen einen Lastwagen geprallt, der auf dem Standstreifen stand. Der Kradfahrer starb. Der Polizei ist bekannt, dass Lkw-Fahrer an dieser Stelle öfter verbotenerweise auf dem Seitenstreifen parken.

Der Motorradfahrer war bei dem Unfall unter den Silo-Auflieger geraten. Das Motorrad geriet in Brand und entzündete auch ausgetretenes Granulat aus dem Lastwagen. Die Bergungsarbeiten gestalteten sich schwierig.

Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand der Polizei stand der Lkw zum Zeitpunkt des Unfalls als letztes Fahrzeug auf dem Seitenstreifen neben der Verzögerungsspur zum Parkplatz Tomm Heide. Der Fahrer, der sich im Führerhaus befand, hörte gegen 22 Uhr einen Aufprall am Heck seines Gespanns. Der Auflieger geriet den Angaben zufolge danach in Brand. Der Fahrer alarmierte die Feuerwehr und koppelte den brennenden Auflieger ab.

Die Feuerwehr entdeckte unter dem Heck die Leiche eines Mannes sowie Teile eines Motorrads. Die Identität des Mannes ist noch unklar. Die Errmittlungen dazu sowie zum Unfallhergang dauern an.

Lkw parken verbotenerweise auf den Standstreifen

Laut Augenzeugen standen in der Nacht an der A40 mindestens 100 Fahrzeuge auf den Standstreifen. Die Parkplätze Tomm Heide auf beiden Seiten der Autobahn seien komplett überfüllt gewesen. "Der in den Unfall verwickelte Lkw stand dort nicht ordnungsgemäß", bestätigte Polizeisprecherin Kynast auf Anfrage unserer Redaktion. Es sei Gegenstand der Ermittlungen, ob dieses nicht ordnungsgemäße Parken des Lkw zum Unfall geführt habe.

Kynast bestätigte außerdem, dass der Polizei bekannt sei, dass an dieser Stelle öfter Lkw-Fahrer auf dem Standstreifen parken. Und das Problem bestehe nicht nur dort, sondern auf allen Autobahnen in NRW, auf denen viele Lkw unterwegs sind. "Es gibt einfach zu viele Lkw für zu wenig Rastplätze", sagt Kynast. Wenn die Polizei einen Lkw-Fahrer dabei erwische, wie er auf dem Standstreifen parkt, schicken die Beamten ihn weg mit dem Auftrag, sich einen neuen, freien Rastplatz zu suchen. Doch die Fahrer wiederum haben das Problem, dass sie gesetzlich vorgeschriebene Lenkzeitunterbrechungen und Ruhezeiten einhalten müssen. Berufskraftfahrer können - und wollen - also nicht ewig nach einem freien Rastplatz suchen. Dann wählen sie mitunter den gefährlichen Standstreifen als Parkplatz für die Nacht.

(lsa/top)