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Ausflugstipps
Mühlen der Region öffnen ihre Pforten

Kempen. An Pfingstmontag, 16. Mai, findet der 23. Deutsche Mühlentag statt. Im Kreis Viersen und der näheren Umgebung können zehn Mühlen besichtigt werden

Mühlen gehören zu den ältesten und schönsten Bauwerken der Städte. Ein Blick hinter ihre Kulissen lohnt sich deshalb sehr. Zum Deutschen Mühlentag am 16. Mai ist das in zahlreichen dieser alten Bauwerke möglich.

Die Bongartzmühle an der Bachstraße 39 in Viersen hat von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Die ansonsten privat genutzten Räume der alten Wassermühle, die erstmals 1246 urkundlich erwähnt wurde, können besichtigt werden. Es wird auch eine Führung durch das Haupthaus mit Mahlwerk und durch das Schrotmühlenmuseum in der angrenzenden Scheune angeboten. Es wird die Arbeitsweise mit den restaurierten Gerätschaften vorgeführt. Im Bauerncafé können sich die Besucher eine Pause gönnen.

Auch die Clörather Mühle ist von 11 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet. Die 1236 erstmals erwähnte Mühle im Viersener Naturschutzgebiet Salbruch gehörte einst zum Haus Clörath und lag an der Niers, bis der Fluss in den 1930er Jahren begradigt wurde. Seitdem ist sie ohne Wasser, das Mahlwerk in dem denkmalgeschützten Gebäude ist aber weitgehend erhalten. Besucher lernen bei Führungen die alte Mühlentechnik und die wechselhafte Geschichte der Anlage kennen.

Die Dülkener Narrenmühle hat in der Zeit von 14 bis 17 Uhr geöffnet und ihre Flügel werden sich drehen. Das benachbarte Café Kultur an der Lange Straße 167 lädt in Kooperation mit der Theodor-Frings-Privatschule zur gleichen Zeit zu einem Abschluss bei Kaffee, hausgebackenem Kuchen und einem Blick auf die Narrenmühle ein. Die Privatschule wird von ihrem Förderverein "Räuberleiter" unterstützt, der mit der Narrenakademie Dülken diesen Nachmittag arrangiert. Als Gast wird Christa Heyer, die Leiterin der Privatschule, den Vorsitzenden des Rheinischen Mühlenverbandes, Reinhold Pillich, begrüßen.

Die Brachter Mühle an der Brüggener Straße 13 nimmt ebenfalls teil. Von 12 bis 18 Uhr kann das alte Gemäuer besichtigt und anschließend im Café eine Stärkung zu sich genommen werden. Der örtliche Fotostammtisch zeigt eine Ausstellung zum Thema Mühlen.

In der umliegenden Region haben zudem weitere Mühlen ihre Pforten geöffnet. So lohnt sich etwa ein Ausflug zur Kastenbockwindmühle in Tönisberg. Die Mühle stammt aus dem Jahr 1802 und war bis 1913 in Betrieb. Sie wurde 1968 bis 1973 demontiert und teilweise mit Altmaterial wieder aufgebaut. Am Tag der offenen Mühle organisiert der Heimatverein Tönisberg Führungen durch die Mühle. Sie hat von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Zur Stärkung gibt es Mühlenbrot und Schmalz.

In Krefeld-Oppum auf der A57 ist die Geismühle, An der Geismühle-West, zu besichtigen. Hierbei handelt es sich um eine Turmwindmühle, die eine der letzten noch vollständig eingerichteten Windmühlen am Niederrhein ist. Von 10 bis 18 Uhr ist sie zu besichtigen. Um 11 Uhr findet in ihr ein ökumenischer Gottesdienst statt.

Die Schriefersmühle in Mönchengladbach-Rheindahlen ist eine Turmholländerwindmühle aus dem Jahr 1747. Sie hat an Pfingstmontag von 11 bis 16 Uhr geöffnet und bietet Führungen an. Zudem spielt von 11 bis 13 Uhr die Jazzband "Erkatown". Für Getränke ist gesorgt.

Auch einen Ausflug wert ist die Schrofsmühle in Wegberg-Rickelrath. Von 10.30 bis 17 Uhr öffnet die funktionstüchtige Wassermühle mit Getreidemahlwerk und kombinierter Ölmühle ihre Türen. Es wird vorgeführt, wie Getreide gemahlen und Leinöl ausgepresst wird. Zudem gibt es eine Dauerausstellung "Wegberg, das Tal der Mühlen".

Ebenfalls in Wegberg sind an Pfingstmontag zwei weitere Mühlen zu besichtigen. Zum einen die Holtmühle an der Hospitalstraße/Holtmühlenweg, die als ehemalige Wassermühle von 1397 bis 1954 in Betrieb war. Zum anderen die Ophover Mühle am Forst 14, die 1623 erstmals urkundlich erwähnt wurde und bis 1965 als Wassermühle in Betrieb war. Zur Stärkung gibt es Verschiedenes aus der Mühlenküche. (cboe)

Quelle: RP
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