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Gemeinde Grefrath
Mülhausen auf der Datenautobahn

Gemeinde Grefrath: Mülhausen auf der Datenautobahn
Beim Ortstermin vor dem Schaltschrank (v.l.): Bürgermeister Manfred Lommetz, Herbert Czubak, Daniel Breuer (Telekom) und Wolfgang Linke (Gemeinde Grefrath). FOTO: wolfgang kaiser
Gemeinde Grefrath. Seit gestern besteht in dem Grefrather Ortsteil für 350 Haushalte die Möglichkeit, sich deutlich schneller im Internet zu bewegen. Anschlüsse von bis zu 50 Megabit pro Sekunde stehen zur Verfügung. Von Heiner Deckers

Für Mülhausen hat gestern eine neue Internet-Ära begonnen. 350 Haushalten steht jetzt ein Anschluss von bis zu 50 Megabit pro Sekunde zur Verfügung. Bisher lag die Höchstgeschwindigkeit bei 6 Megabit. "Langsam war gestern, heute sind wir schnell unterwegs auf der Datenautobahn", kommentierte Bürgermeister Manfred Lommetz. Damit werde das Leben und Arbeiten in Grefrath noch attraktiver. Lommetz lobt nachdrücklich die gute Zusammenarbeit mit der Telekom.

Das neue Glasfasernetz ist so leistungsstark, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind. Auch das Streamen von Musik und Videos ist deutlich entspannter. "Ab sofort kann man die schnelle Anschlüsse online, telefonisch oder im Fachhandel buchen", sagt Daniel Breuer, Regio Manager der Telekom. Der nächste Shop ist am Bergerplatz in Grefrath. Eine moderne Infrastruktur, so Breuer weiter, sei ein digitaler Standortvorteil für Mülhausen.

Die Vorbereitungen zur Schaffung der Datenautobahn haben bereits im Jahr 2015 begonnen. Nach der Ausschreibung zeigte sich, dass die Telekom der einzige Anbieter war, der sich bereit zeigte, den Standort Mülhausen ohne finanzielle Beteiligung der Gemeinde auszubauen. Um Mülhausen optimal versorgen zu können, hat die Telekom zwei Multfunktionsgehäuse neu aufgestellt und mit modernster Technik ausgestattet, dazu 2500 Glasfaserkabel verlegt und über 2500 Meter Speednetrohre eingezogen. Als nächster Ortsteil der Gemeinde ist Vinkrath an der Reihe. Hier steht voraussichtlich im November die schnelle Internetanbindung zur Verfügung. In Vinkrath ist der Ausbau allerdings nicht kostenlos, aber über ein Förderprogramm des Landes erhält die Gemeinde einen 90-prozentigen Zuschuss von den Kosten, die bei 220.000 Euro liegen. Die verbleibenden 22.000 Euro kommen von der Gemeinde. Ein kooperationsvertrag mit der Telekom ist auch für Vinkrath bereits abgeschlossen. Das Unternehmen beginnt in den nächsten Wochen mit dem notwendigen Tiefbau- und Umbauarbeiten an den Verteilerkästen.

Anders liegt der Fall in den Ortsteilen Grefrath und Oedt. Hier gibt es aktuelle keine Unterversorgung - damit aber auch keine Zuschüsse aus der Landeshauptstadt. Hier verlegt die Telekom die Leitungen in Eigenausbau. Herbert Czubak, der für die technische Seite zuständig ist, hofft, dass die Arbeiten Ende des Jahres beendet sind. Wenn in den kommenden Monaten alles nach Plan läuft, ist die komplette Gemeinde Grefrath - bis auf einige Ausnahmen an den Ortsrändern - mit schnellem Internet versorgt.

Quelle: RP
 
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