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Stadt Kempen
Museum: Keine Lösung für Windfang in Sicht

Stadt Kempen: Museum: Keine Lösung für Windfang in Sicht
Der rechte Flügel der Eingangstür zum Kulturforum Franziskanerkloster bereitet bei orkanartigem Wind erhebliche Probleme. Links, wo das Geländer zu sehen ist, könnte eine drei Meter hohe und ein Meter breite Wand als Windabweiser installiert werden. FOTO: Kaiser
Stadt Kempen. Die Kempener Bauverwaltung hat noch keinen realisierbaren Plan, wie das Türproblem bei den zuweilen starken Winden am Eingang zum Kulturforum in den Griff zu bekommen ist. Von Silvia Ruf-Stanley

Wieder einmal und vermutlich nicht zum letzten Mal war die Eingangssituation am Kempener Kulturforum Franziskanerkloster am Montagabend Thema im Bauausschuss. Die drei Meter hohen Türen des modernen, vor das historische Klostergebäude vorgesetzten Kubus aus Glas und Edelstahl reagieren auf die starken Winde, die sich wie in einem Trichter zwischen Kulturforum und Klosterhof sammeln, besonders empfindlich (die Rheinische Post berichtete mehrfach).

Bereits in der Sitzung des Bauausschusses im Februar dieses Jahres wurden Berechnungen des Aachener Büros Feldmann und Weyand vorgestellt. Die Experten hatten zur Lösung des Problems eine Schutzwand an der Seite des Gebäudes, von der der Wind in den Trichter drängt, vorgeschlagen. Die Wand hätte an der linken Seite von der Eingangstür angebracht werden müssen. Dieser Vorschlag hatte bereits im Februar zu vielfältigen Diskussionen geführt - und letztendlich zur Überlegung, dort zunächst zu Probezwecken eine Wand aus Holz zu errichten, um die Wirksamkeit zu erproben. Dies ist bislang jedoch nicht geschehen.

Stattdessen hatte das zuständige städtische Hochbauamt Kontakt mit zwei weiteren Firmen, die Antriebe für solch große Türen herstellen, aufgenommen. Beide angefragten Unternehmen gaben nach Prüfung der Situation in Kempen an, dass ihre Türantriebe einer Windstärke bis maximal acht Beaufort standhalten würden. Dies wäre zwar eine Verbesserung zum derzeitigen Stand um eine Windstärke, es müsste aber mindestens 1,5 Windstärken mehr sein.

Als zweite Überlegung wurde das Fachbüro Feldmann und Weyand gebeten, zu prüfen, ob mit zwei Wänden rechts und links des Eingangs Abhilfe geschaffen werden könnte - dann aber kleiner als das von der Firma vorgeschlagene Einzelelement. Dies wurde von den Gutachtern verneint, erklärte Kempens Hochbauamtsleiter Christian von Oppenkowski jetzt im Bauausschuss, da der Wind nun einmal nur aus Richtung Patersgasse käme.

Da alle alternativen Überlegungen zu keinem erfolgversprechenden Ergebnis führen, soll nun das Fachbüro die entsprechenden statischen Berechnungen für das vorgeschlagene Wandelement vornehmen sowie der Baubetriebshof zunächst ein entsprechendes Provisorium errichten.

Keine Alternative seien Bodenplatten, hatte von Oppenkowski noch betont. Auch müsse man die baulichen Gegebenheiten wie die unter dem Eingang liegende Tiefgarage beachten. Das spreche auch gegen die wiederum von Günter Solecki (Linke) vorgeschlagene Falttür. Dr. Detlef Krahé (SPD) mahnte an, bei jedem Lösungsvorschlag die Ästhetik des Eingangs zu beachten. Schließlich sei dies damals ausschlaggebend für den Bau des Kubus gewesen. Von Oppenkowski bestätigte, dass diese gestalterischen Gedanken bedacht wurden, auch dass die Blickachse zur Paterskirche erhalten bleibt.

Peter-Josef Coenen erinnerte an seinen Vorschlag, mit Pflanzkübeln als Windabweiser das Problem in den Griff zu bekommen. Dies sei aber angesichts der auftretenden Windstärke nicht möglich, meinte Christian von Oppenkowski. Wenn es ähnliche Lösungen an anderen Eingängen gebe, kaschiere das Grün meist eine Glaswand, die tatsächlich die Windkraft bändigt. Coenens Anregung werde die Verwaltung aber mit in die Überlegungen einbeziehen.

Quelle: RP
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