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Stadt Kempen
Nabu-Experte versetzt Hornissen

Stadt Kempen. Nach dem Kauf eines Hauses im Schadbruch in St. Hubert stellten die neuen Besitzer fest, dass die notwendige Sanierung durch Einquartierung eines Hornissenvolkes im Gebäude nicht möglich war. Aus beruflichen Gründen ist die neue Eigentümerin über die Tätigkeit des Naturschutzbundes Nabu bei der Lösung von ungewollten Wespennestern unterrichtet. Über die Internetseite der Nabu-Ortsgruppe Kempen-St. Hubert-Tönisberg stieß sie auf den Wespen-Fachmann Georg Lüdecke, der nach einer Ortsbesichtigung eine Umsiedlung des Hornissenvolkes vorschlug. Die Hauseigentümerin beantragte die gesetzlich vorgeschriebene Genehmigung bei der Unteren Landschaftsbehörde beim Kreis Viersen.

Mit Hilfe eines speziellen Hornissenumsiedlungskasten, den Harry Abraham von der Nabu-Ortsgruppe Willich entwickelt und gebaut hat, fing Lüdecke etwa 200 Hornissen ein. In dem Kühlschrank großen Behälter - im oberen Fach war das Hornissennest, im unteren waren die unversehrt abgesaugten Hornissen - transportierte er das gesamte Volk zu seinem Haus an der Straße "An der Gastendonk" in St. Hubert.

Dort, an geschützter Stelle abgestellt, wurde eine Trennscheibe zwischen den Hornissen unten und dem Nest entfernt, so dass die Tiere wohlbehalten in ihre gewohnte Behausung zurückkehren konnten. "Auf diese Weise wird der Fortbestand der Hornissen gesichert, denn erst in den späten Herbsttagen schlüpfen männliche und weibliche Hornissen und paaren sich. Nur die begatteten jungen Königinnen überwintern in einem geeigneten Versteck, um im nächsten Frühjahr ein neues Volk zu gründen. Alle anderen Hornissen des alten Volkes einschließlich der alten Königin sterben ", erklärt Peter Jeske, Sprecher der Nabu-Ortsgruppe.

(rei)
 
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