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Gemeinde Grefrath
Nabu will Grefrath noch grüner machen

Gemeinde Grefrath: Nabu will Grefrath noch grüner machen
Rolf Brandt stellte die Nabu-Pläne im Ausschuss vor. FOTO: Kaiser
Gemeinde Grefrath. Grefrath soll noch grüner und eine Kommune für biologische Vielfalt werden. Das wünscht sich die aktive Ortsgruppe des Nabu mit Rolf Brandt aus Oedt an der Spitze. Die Naturschützer stießen bei den Mitgliedern des Bau- und Planungsausschuss sowie der Gemeindeverwaltung auf offene Ohren. Dass auch die Bürger ein großes Interesse an einem grünen Grefrath haben, bewies die Zahl der Zuhörer im Sitzungssaal beim Vortrag Brandts. Er sprach zwar davon, dass die biologische Vielfalt generell in der Krise steckte, was jedoch für Grefrath nicht zutreffe. Im Gegenteil: Sie entwickele sich mehr und mehr, und das zum Wohle der Bürgerschaft. Die Grefrather Kulturlandschaft sei eine historische Kulturlandschaft, und diese gelte es zu erhalten, ebenso die Artenvielfalt. Von Manfred Baum

Brandt blickte über den Grefrather Tellerrand hinaus und betonte, was Umweltschützer längst wissen: "Grefrath, die kleinste Gemeinde im Kreis Viersen, ist von großflächigen Landschaftsschutzgebieten umgeben und liegt zudem im Zentrum des Biotopverbundsystems." Anhand von verschiedenen Beispielen machte Brandt deutlich, dass die Zusammenarbeit schon jetzt in Grefrath breit gestreut und erfolgreich sei. Als Beispiele nannte er die zusammenarbeit mit dem Luftsportverein, mit der Gemeinschaftsgrundschule,der evangelischen Kirchengemeinde, der Pfarrei St. Benedikt, dem Museumsverein, dem Freilichtmuseum Dorenburg, den Imkern in der Dorenburg, dem Oedter Heimatverein und der Gemeinde Grefrath.

Als "Leuchtturmprojekt" bezeichnete Brandt den geplanten Obstbongert in Oedt. Die Kinder der Grundschule habe er begeistern können, sich dort zu engagieren. Angepflanzt werden sollen 30 hochstämmige Obstbäume. Ein weiteres Projekt ist ein Bürger- und Jubiläumswald, wie es ihn schon in verschiedenen Kommunen gibt. Das nächste Ziel des Nabu sind innerstädtische Blühflächen, die Grefrath zum summen bringen.

Die weiteren Projekte, die Rolf Brandt auflistete waren: Anpflanzung von traditionell heimischen Gehölzen und die ökologische und ökonomische Bewirtschaftung von Wegrändern. Als großes Ziel nannte Brandt die Identifikation der Bürger mit ihrer Heimatgemeinde. Grefrath hat nämlich nach Ansicht des Nabu jede Menge Naturerlebnispotenzial.

CDU-Fraktionsvorsitzender Wilma Hübecker riet der Gemeinde zum Abschluss von Pachtverträgen mit dem Nabu, wo immer dies möglich sei.

Quelle: RP
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