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Gemeinde Grefrath
Naturschützer stellen ihr Projekt "Unser grünes Grefrath'" vor

Gemeinde Grefrath. Beim Dorfgespräch der Grünen war man sich einig, dass die Kulturlandschaft erhalten werden muss. Als Erstes soll ein Bongert angelegt werden.

Die Premiere des Dorfgesprächs der Grünen in der Geschäftsstelle in Oedt ist gelungen. Rolf Brandt und Maren Rose-Hessler vom Naturschutzbund stellten ihr Konzept für "Unser grünes Grefrath" vor. Rasch wurde deutlich, dass die Grefrather seit der Flurbereinigung vor Jahrzehnten eine teilweise ausgeräumte Landschaft vorfinden - mit Folgen. Erinnert wurde beispielsweise an das Hochwasser im Fréventgebiet und auf der Westumgehung. Brandt machte deutlich, dass "Unser grünes Grefrath" Vorteile für die Natur und die Gemeinde bringen werde. Ein Vorteil für Grefrath ist nach Ansicht des Nabu, dass die Gemeinde umgeben ist von Landschaftsschutzgebieten und Naturerlebnisräume hat. Man war sich einig, dass es wichtig und zukunftsweisend sei, die Kulturlandschaft zu erhalten. Mit "Unser grünes Grefrath" einhergehen sollen eine Dorfverschönerung und die Stärkung des Naturschutzgedankens. Brandt und Rose-Hessler machten klar, dass nicht immer alles mit Kosten für die Gemeinde verbunden sein müsse. Blühflächen könne man auch anders verwirklichen. Auch wild könne schön sein, nicht jede Wiese müsse gemäht werden. Die Ränder der Felder sollen wieder ein Lebensraum für Insekten werden

Zwei Projekte sollen möglichst in naher Zukunft verwirklicht werden. Da ist zum einen auf dem ehemaligen Bolzplatz an der Mühlengasse in Oedt ein Obstbongert mit rund 30 Hochstamm-Obstbäumen auf rund 3100 Quadratmetern geplant. Hinzu kommt ein Bürgerwald/Jubiläumswald, wie es ihn heute schon unter anderem in Viersen oder Kempen gibt. Der Bauhof sucht in Grefrath nach geeigneten Flächen. Nabu und Bündnisgrüne wünschen sich eine Selbstverpflichtung der Gemeinde für den Einsatz von heimischen Gehölzen sowie eine ökologische und ökonomische Bewirtschaftung der Wegesränder. "Der Lebensraum für unsere heimische Tier-und Insektenwelt wird tot gepflegt", so Brandt. Ein Teilnehmer der Runde verwies auf einen anderen Ansatz: Im Rhein-Sieg-Kreis sei es Pflicht, bei einem Neubau auf einem Grundstück einen heimischen Obstbaum zu pflanzen.

(mab)
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