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Kempen
Naturschutzhof soll schöner werden

Kempen: Naturschutzhof soll schöner werden
Vor dem Lebensturm des Nabu-Naturschutzhofes erkunden Kinder das Leben im Teich. Der Förderverein hält die Anlage in Ordnung. FOTO: Franz-Heinrich Busch
Kempen. Der Grillplatz auf dem Naturschutzhof in Lobberich hat ein Dach erhalten, auch die Teichfolie wurde erneuert. Nun wird das Pflanzenbeet für sehbehinderte und blinde Besucher hergerichtet Von Inge von den Bruck

Der Förderverein des Nabu-Naturschutzhofes wird in diesem Jahr Einrichtungen auf dem Gelände in Ordnung bringen. Darauf verständigen sich die Mitglieder bei der Hauptversammlung. Im Laufe der vergangenen 30 Jahre ist der Hof mehrmals erweitert worden. Der Zahn der Zeit nagt allerdings an der Anlage im Lobbericher Sassenfeld. So werden die "Libelle" und das Hochbeet für sehbehinderte und blinde Besucher auf Vordermann gebracht.

Sehr zufrieden schauten die Mitglieder aber zunächst auf das vergangene Jahr zurück, als das 30-jährige Bestehen des Hofes gefeiert wurde. Die zentrale Geburtstagsfeier war eine wichtige Werbung für den Hof und für den Förderverein, berichtete Vorsitzender Heinz Schmitz. Aber auch an den anderen Tagen in der Saison sei immer wieder der runde Geburtstag Gesprächsthema bei Besuchern gewesen. "Alles war bestens vorbereitet, es war tolles Wetter, und eine große Anzahl von Besuchern und Ausstellern erlebte einen herrlichen Tag", fasste Schmitz zusammen.

Im vergangenen Jahr erhielt der Grillplatz die Überdachung. Erneuert wurde außerdem eine Teichfolie. Auch wenn die Wasserflächen eine ganz natürliche Ausstrahlung haben, wurden sie künstlich angelegt, das Wasser hält nur mithilfe von Folien. Möglich wurde dies jeweils dank Zuwendungen durch die Sparkassenstiftung.

Etwas enttäuscht waren der Vorstand und die Mitglieder über die Resonanz der Versammlung. Lediglich 18 Mitglieder erschienen im benachbarten Landcafé Stemmeshof. Kassenwart Gerd Heynen berichtete über einen positiven Kassenstand. Der Förderverein unterstützte im vergangenen Jahr den Bezirksverband Krefeld/Kreis Viersen des Naturschutzbundes (Nabu) mit 12.000 Euro für Personalkosten. Er erwirtschaftete dennoch einen Kassenbestand in Höhe von knapp 37.000 Euro zum Stichtag. Das Geld wird für Investitionen in den Hof selbst verwendet. Kurz diskutiert wurde der Vorschlag eines Mitgliedes, weiteres Geld in die Unterstützung der Personalkosten des Naturschutzbundes zu geben. Doch winkte die hauptamtliche Leiterin des Naturschutzhofes, Wiebke Esmann, gleich ab. Sie habe eine "Lohnerhöhung" erhalten. Dass der Förderverein sich nicht noch weiter an solchen Kosten beteiligen will, stellte Vorsitzender Heinz Schmitz klar. "Wir sind Förderverein des Hofes", sagte er.

Schmitz verwies dann auf die beiden dringlichen Projekte. "Die Libelle und das Blindenbeet sind in die Jahre gekommen", sagte er. Die Libelle ist ein Gerüst, das dem Insekt nachempfunden ist. Es ist Treffpunkt für Schulungen und Seminare, die im Freien stattfinden, und bietet ein wenig Schutz. Das Beet für sehbehinderte und blinde Menschen muss überarbeitet werden. Es gibt Erläuterungen in Blindenschrift, manches ist auch in so großen Buchstaben beschrieben, dass auch Besucher, die ihre Brille vergessen haben, sich orientieren können. Die Pflanzbeete sind erhöht angelegt worden, damit Besucher mit Einschränkungen Pflanzen erfühlen und riechen können. Wenn sie interessiert sind, können sie durch Blindenschrift auf Schildern die Namen der Pflanzen erfahren. Es gibt außerdem "Fühlkästen". Das alles muss erneuert und zum Teil neu angelegt werden. Dankbar ist der Förderverein dafür, dass im vergangenen Jahr wieder vier Gottesdienste auf dem Gelände gehalten wurden, für die sich Ludwig Halberstadt verantwortlich zeigte.

Die Mitglieder bestätigten Heinz Schmitz als Vorsitzenden, Ludwig Halberstadt als Stellvertreter. Heinz Maibaum, der mehr als 16 Jahre im Vorstand aktiv war, kandierte aus Altersgründen nicht mehr als zweiter Vorsitzender. Sein Nachfolger ist Heribert Stroucken. Schriftführerin bleibt Hannelore Sontowski, Kassierer ist Gerd Heynen.

Quelle: RP
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