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Stadt Kempen
Neue Impulse für die Flüchtlingsarbeit

Stadt Kempen. Bei der Vollversammlung des regionalen Katholikenrates in Kempen geht es um die Betreuung der Asylsuchenden. Auch die vielen Arbeitslosen hat das Laiengremium weiter im Blick. Von Andreas Reiners und Bianca Treffer

Um die aktuelle Flüchtlingsproblematik geht es bei der Vollversammlung des Katholikenrates in der Region Kempen-Viersen, die am Mittwoch, 28. Oktober, ab 19 Uhr im Gemeindezentrum St. Josef in Kempen-Kamperlings, Eibenweg 1, stattfindet. Für die katholische Laienorganisation geht es dabei vor allem um die Frage, wie sich Ehrenamtliche aus den Kirchengemeinden im Kreis Viersen angesichts des enormen Zuzugs von Asylbewerbern auch in die hiesige Region gezielt und wirkungsvoll in der Flüchtlingsarbeit engagieren können.

Aus diesem Grunde ist die Versammlung in einen formalen Teil für die Mitglieder und eine offene Podiumsdiskussion für alle Interessierten gegliedert. Zunächst soll um 19 Uhr in einem Nebenraum des Gemeindesaals die Mitgliederversammlung mit den Regularien - Vorstandsbericht, Aussprache, Wahl eines Vorsitzenden und eines weiteren Mitglieds im Vorstand sowie Anfragen der Mitglieder - stattfinden. Um 20 Uhr beginnt im Gemeindesaal ein Podiumsgespräch mit ehrenamtlich und hauptamtlich Verantwortlichen in der Flüchtlingsarbeit. Dazu hat der Katholikenrat Mitarbeiter aus der Flüchtlingsarbeit in der Region eingeladen. Sie werden die aktuelle Situation vor Ort schildern. Die Moderation der Diskussion - an der auch das Publikum beteiligt wird - übernehmen Gabi Terhorst und Altfrid Spinrath vom Vorstand des Katholikenrates. Das Laiengremien erhofft sich von dem Austausch wichtige Hinweise und Impulse für die künftige Betreuung der vielen Asylsuchenden.

Auch wenn der Schwerpunkt der Arbeit nahezu aller Organisationen und Institutionen derzeit auf dem Fokus "Flüchtlinge" liegt, so sind andere Menschen, die ebenfalls Unterstützung benötigen nicht vergessen. Das kristallisierte sich bei einer Gesprächsrunde heraus, zu der der Vorstand des Katholikenrates in der Region Kempen-Viersen kürzlich ins Viersener "Haus der Region" eingeladen hatte.

Am runden Tisch saßen Vertreter verschiedener kirchlicher Einrichtungen und Initiativen aus dem Bereich "Arbeit und Menschenwürde", um gemeinsam auf die Situation von Arbeits- und Langzeitarbeitslosen zu schauen und die nächsten Hilfsschritte zu planen. "Auch wenn derzeit alle das Thema Flüchtlingsarbeit aufgenommen haben und sich dort einbringen, sind die Menschen, die arbeitslos oder eine Arbeit haben, aber nicht genügend verdienen, um über die Runden zu kommen, nicht aus unserem Blickfeld verschwunden", betonte Altfrid Spinrath, Vorsitzender des Katholikenrates.

Flüchtlinge willkommen heißen, aber andere nicht aus dem Blick verlieren, sei die Devise, fügte er an. Ein großes Thema war so die Solidaritätskollekte für Arbeitslose. Unter dem Leitsatz "Weil Arbeit nicht vom Himmel fällt..., sind wir gefragt!" erfolgt die Aktion jedes Jahr im Mai. Die Kollekte, die am Aktionstag in den katholischen Kirchen eingeht, fließt in die Arbeit der kirchlichen Arbeitsloseninitiativen im Bistum Aachen. Was im Kreis Viersen gesammelt wird, verbleibt dabei auch im Kreis Viersen, wo unter anderem die Initiative gegen Arbeitslosigkeit zu den Organisationen gehört, die aus den Kollekte-Geldern Unterstützung für ihre Arbeit erfahren. Die Solidaritätskollekte im kommenden Jahr soll noch stärker beworben werden, als es bisher schon der Fall war. "Wir planen an dem Tag Laienpredigten und Gottesdienste, in denen betroffene Arbeitslose sprechen", sagte Spinrath. Mit Begeisterung begrüßte die Runde die geplante Vergrößerung der Initiative gegen Arbeitslosigkeit. Zum einen hat sie durch eine weitere halbe Stelle eine Aufstockung erfahren und auf der anderen Seite will sie ein Arbeitslosenzentrum in Viersen ins Leben rufen. Ein weiterer Punkt beim Gesprächsabend waren zudem die anstehenden Neuwahlen bei der Initiative gegen Arbeitslosigkeit.

Pfarrer Konrad Mohr als Vorsitzender und Diakon Karl Aymanns als Geschäftsführer hören aus Altersgründen auf. Für die Nachfolge stehen Diakon Matthias Totten und Monika Lindackers, die Geschäftsführerin der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), bereit.

Quelle: RP
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