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Stadt Kempen
Neuer Chefarzt - ein Mann fürs Herz

Stadt Kempen: Neuer Chefarzt - ein Mann fürs Herz
Der neue Chefarzt der Kardiologie, Dr. Dragan Radosavac (l.) mit Dr. Clemens Guth, dem Geschäftsführer des Hospitals zum Heiligen Geist. FOTO: wolfgang kaiser
Stadt Kempen. Dr. Dragan Radosavac ist neuer Chefarzt der Kardiologie im Kempener Hospital zum Heiligen Geist. Gestern hat seinen Dienst angetreten. Mit ihm wird auch die Abteilung anders ausgerichtet. Von Heiner Deckers

Für die Kardiologie des Kempener Krankenhauses hat sich Geschäftsführer Dr. Clemens Guth ein großes Ziel gesetzt: Sie soll zum Rundumversorger werden. Eine erster Schritt ist die Verpflichtung von Dr. Dragan Radosavac (40). Mit ihm beginnt in Kempen das Zeitalter der invasiven Kardiologie. Vorerst wird er Kempener Patienten im Herzkatheterlabor des Krankenhauses Bethanien in Moers untersuchen. Da kennt er sich bestens aus, arbeitete er doch dort seit 2012 als Oberarzt für Kardiologie und internistische Intensivmedizin.

Das ist aber nur eine Zwischenlösung: "Wir planen in Zukunft im Kempener Hospital ein eigenes Herzkatheterlabor zu betreiben, um für die kardiologischen Patienten und unseren Chefarzt noch bessere Strukturen zu schaffen", sagt Geschäftsführer Guth. Das geschieht Hand in Hand mit dem Umbau der Notaufnahme, die noch in diesem Jahr beginnen soll. An die Schaffung weiterführender Bereich wie Herzchirurgie ist aber nicht gedacht.

Momentan ist es noch so, dass Patienten, die eine invasive Herzuntersuchung benötigen, in umliegende Krankenhäuser (Krefeld, Viersen, Mönchengladbach) gebracht werden, wo sie von einem sie begleitenden Oberarzt untersucht werden. Sobald Kempen Kardiologie aus einer Hand bietet, werden auch Patienten mit akutem Herzinfarkt eingeliefert.

Mehr als 250 000 Menschen erleiden jährlich einen Infarkt. Eine gut funktionierende Kardiologie ist also ein absolutes Muss für ein Krankenhaus, das den Anspruch erhebt, ein Rundumversorger zu sein. Das ist auch der Anspruch des neuen Chefarztes. Aber damit nicht genug: "Hier wird die Methode angewandt, die für jeden unserer Patienten am sinnvollsten ist, nicht die, die dem Haus den meisten Umsatz bringt."

Sein erklärtes Ziel ist es, die selbstgesteckten hohen Ansprüche des Hospitals auch aus kardiologischer Sicht nicht nur zu erfüllen, sondern auch zu übertreffen. So werde für die Region ein weiterer Schritt hin zur bestmöglichen und nahtlosen Versorgung vor Ort getan. Wenn eine chirurgischer Eingriff am Herzen notwendig wird, werden die Patienten in einer andere Klinik verlegt. Radosavac will sich genau umschauen, welches Krankenhaus für welchen Eingriff am besten geeignet ist: "Wir werden nicht ausschließlich mit eínem Haus zusammenarbeiten."

Radosavac ist Niederrheiner durch und durch, ist in Bracht geboren und lebt heute mit seiner Frau und seiner kleinen Tochter in Brüggen. Seine ersten Erfahrungen im medizinischen Bereich machte er 1994 beim Zivildienst, als er im Nettetaler Rettungsdienst eine Ausbildung zum Rettungssanitäter machte. Hier habe er, sagte er gestern bei seiner Vorstellung, viel über Intensivmedizin gelernt, auch über Störungen des Herz-Kreislauf-Systems als "Dreh- und Angelpunkt der Akutmedizin". Im Anschluss an das Studium in Düsseldorf arbeitete Radosavac als Assitanzarzt in der Inneren Medizin am Städtischen Krankenhaus Nettetal. 2008 wechselte er nach Moers, wo er seine Facharztprüfungen für Innere Medizin, Kardiologie und die Schwerpunktbezeichnung Internistische Intensivmedizin absolvierte.

Drei Jahr später wurde er Stützpunktleiter des Notarztwesens, 2012 wurde er Oberarzt in der Klinikfür Kardiologie und internistische Intensivmedizin und übernahm ein Jahr später auch die Leitung der interdisziplinären Intensivstation.

Quelle: RP
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