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Stadt Kempen
Neues Ärztehaus nimmt bald Gestalt an

Stadt Kempen: Neues Ärztehaus nimmt bald Gestalt an
Die Notaufnahme wird zurzeit modernisiert. Im September soll sie fertig sein, dann gibt es einen Tag der offenen Tür. FOTO: Kaiser Wolfgang
Stadt Kempen. Das Hospital zum Heiligen Geist baut auf dem Platz des ehemaligen Schwesternwohnheims. Hauptmieter ist der Landschaftsverband mit einer Tagesklinik für psychisch Kranke. Der Bau soll im Juli 2018 fertig sein. Von Heiner Deckers

Der Neubau eines Ärztehauses am Hospital zum Heiligen Geist habe Fahrt aufgenommen, sagte gestern Verwaltungsleiter Thomas Paßers. Das Schwesternwohnheim, das hier einst stand, ist längst abgerissen. Nun steht dort ein Kran - als Symbol des Neubaus. Die Bodenplatte ist bereits geformt.

Den Anstoß dazu gab der Landschaftsverband Rheinland mit der Anfrage, in Kempen eine Tagesklinik für psychisch Kranke zu errichten. "Der LVR suchte nach einem geeigneten Standort, und wir entdeckten viele Synergie zu unserem laufenden Krankenhausgeschäft", sagte Geschäftsführer Dr. Clemens Guth. Rasch erwies sich, dass ein Neubau unerlässlich war: Das Wohnheim, in dem auch die Verwaltung des Krankenhauses untergebracht war, war in keinem wirklich guten Zustand, war auch kein Blickfang.

Ankermieter des neues Ärztehauses, das im Juli kommenden Jahres fertig sein soll, ist der LVR mit seiner Tagesklinik. Weitere Mieter sind eine Dialyseeinrichtung und eine Praxis. Der Münchener Architekt Hans Neuner ist langjähriger Begleiter der Artemed-Kette und hat seit der Übernahme alle Umbauten am Kempener Hospital gemanagt. Er plant das Ärztehaus als bauliche Fortsetzung des Hospitals, parallel zur Reha-Abteilung. Der Bau hat ein Erdgeschoss und drei Obergeschosse. Die Gestaltung der Außenfassade ist mit der Stadtverwaltung abgesprochen: "Sie soll sich in die Umgebung einfügen. Man soll aber schon sehen, dass etwas Neues und Modernes entsteht." Die Nettofläche des neuen Ärztehaus beträgt 2050 Quadratmeter. Die Tagesklinik ist 793, die Dialyse 780 Quadratmeter groß. Zu den Kosten für den Neubau möchte Artemed nichts sagen.

So soll das neue Ärztehaus aussehen. Die Planung stammt vom Münchener Architekten Hans Neuner, der langjähriger Partner von Artemed ist. FOTO: Architekturbüro

Der Neubau des Ärztehauses ist nicht die einige Maßnahme, die zurzeit am Hospital zum Heiligen Geist läuft. Aktuell wird auch die Notaufnahme modernisiert, Ende September ist sie fertig und soll mit einem Tag der offenen Tür eröffnet werden.

Nach mehreren großen Baumaßnahme will man sich dann eine kleine Pause gönnen, damit die baugeschädigten Mitarbeiter mal eine Weile durchatmen können. Pläne gibt es in den Köpfen aber bereits. Alles in allem freut sich Geschäftsführer Guth über die aktuelle Lage des Hospitals zum Heiligen Geist: "Der Standort Kempen hat sich positiv entwickelt."

Die Bauarbeiten für das Ärztehaus haben begonnen. Im Juli kommenden Jahres sollen die Mieter einziehen. FOTO: Kaiser

Positiv entwickeln soll sich auch das Lehrschwimmbecken, das seit geraumer Zeit nicht zur Verfügung steht. Die Sanierung hat begonnen, noch ist allerdings kein Wasser im Becken: "Der Betrieb kann voraussichtlich nach den Sommerferien wieder aufgenommen werden", sagt Verwaltungschef Paßers. Der genaue Termin hängt vom Ergebnis der Wasserproben ab, die das Gesundheitsamt nimmt und auswertet. Das Becken werde, so Paßers, regelmäßig von Menschen benutzt, deren Immunsystem angeschlagen ist: "Da muss die Qualität des Wassers zu 100 Prozent stimmen." Das Hospital finanziert die komplette Sanierung mit rund 80.000 Euro und zahlt auch die laufenden Kosten, wobei hier besonders die Energie ins Kontor schlägt. Der Betreiberverein ist Mieter des Bads und kümmert sich um die Organisation des laufenden Betriebs.

Quelle: RP
 
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