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Kempen
Neues Altenheim öffnet am 1. Oktober

Kempen. Das Süchtelner Altenzentrum "Haus im Johannistal" wird von Oedt aus verwaltet. Von Manfred Baum

In rund sechs Wochen, am 1. Oktober, ist es soweit. In Süchteln wird auf dem Gelände des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) das neue evangelische Altenzentrum "Haus im Johannistal" seiner Bestimmung übergeben. Die "Rheinische Gesellschaft für Innere Mission und Hilfswerk" ist der Betreiber.

Seit März 1969 betreibt die Gesellschaft auch das Evangelische Altenzentrum in Oedt an der Oststraße 9. Das neue Haus in der Süchteln, der "Stadt im Grünen", wird Menschen aufnehmen mit gerontopsychiatrischen Einschränkungen. 80 Plätze sind vorgesehen. Verwaltet wird die neue Einrichtung in Süchteln aber vom Oedter Altenzentrum aus. Die fast fertiggestellte neue Großküche in Oedt wird ebenfalls für das Haus in Süchteln zuständig sein. In den Neubau und in die neue Küche werden insgesamt rund 12,7 Millionen Euro investiert. Das Gebiet, auf dem die Einrichtungen des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) liegen und auch das neue Altenheim, wird Johannistal genannt. Woher diese Bezeichnung kommt: Dieser Name entspringt einer Sage, nach der an dieser Stelle einst das älteste Süchtelner Gotteshaus stand. Dessen Schutzpatron war Johannes dem Täufer.

Die Leitung des neuen Altenzentrums wird Bernd Spangenberg übernehmen, die Pflegedienstleitung in Süchteln wird in den Händen von Sabine Spangenberg liegen. Bernd Spangenberg ist bereits Leiter des Altenzentrums in Oedt, das zurzeit umgebaut wird. Die drei Bauabschnitte werden voraussichtlich bis 2017 dauern. Beginnen will man mit dem Neubau der Küche, die im Keller von Haus 2 (Haupthaus mit Haupteingang, Verwaltung sowie italienischem Markt), danach soll das komplette Haus 2 umgebaut werden.

So soll die neue Einrichtung in Süchteln aussehen: Auf zwei Wohnetagen wird es insgesamt sechs Wohngruppen geben, für jeweils 13 bis 14 Menschen. Sie werden in Einzelzimmern leben, die mit großzügigen Bädern ausgestattet sind. Jede Wohngruppe verfügt über einen Gemeinschaftsraum mit einer offenen Küche. Daran angeschlossen befinden sich im Erdgeschoss Terrassen mit einem direkten Zugang zu einem der beiden Sinnesgärten. Dort können die Bewohner die Natur und Geselligkeit genießen.

Die Einrichtung verfügt weiterhin über ein eigenes Restaurant, das als Treffpunkt und als Ort für das leibliche Wohl den Bewohnern eine willkommene Abwechslung bieten wird.

Der Träger hat sich im "Haus im Johannistal" auf die Pflege und Betreuung älterer Menschen mit psychischen und gerontopsychiatrischen Erkrankungen spezialisiert. Für diese Zielgruppe bietet das Haus eine qualifizierte Betreuung und Pflege in den überschaubaren Wohngruppen. In enger Zusammenarbeit mit der LVR-Klinik Viersen soll den Menschen im "Haus im Johannistal" ein sicherer Lebensraum geboten werden.

Die Ziele des Betreibers lauten: Geborgenheit zu geben, Ängsten vorzubeugen und diese, wenn sie bereits vorhanden sind, zu reduzieren. Weiter soll das Wohlbefinden der Bewohner in den Mittelpunkt gestellt werden. Die Mitarbeiter sollen eine "angemessene zugewandte Kommunikation" suchen und mit den Bewohnern pflegen. Deren Wünsche und Ressourcen sollen wahrgenommen und berücksichtigt werden. Zudem soll Gemeinschaft gelebt werden - Isolation will man im neuen "Haus im Johannistal" verhindern.

Quelle: RP
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