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Stadt Kempen
Neues Zentrum für Venenchirurgie

Stadt Kempen: Neues Zentrum für Venenchirurgie
Die Geschäftsführer des Kempener Hospitals, Dr. Clemens Guth (l.) und Thomas Paßers begrüßen gemeinsam mit Prof. Dr. Bruno Geier die neue Venen-Chefärztin Dr. Meike Finkenrath. FOTO: artemed
Stadt Kempen. Chefärztin Dr. Meike Finkenrath baut am Hospital zum Heiligen Geist ein Venenzentrum nach Artemed-Vorbild auf. Am Montag nimmt sie ihren Dienst auf. Behandelt werden alle akuten Erkrankungen. Von Peter Müller

Wie Flüsse auf einer Landkarte schlängeln sie sich an den Beinen entlang: Jede fünfte Frau und jeder sechste Mann in Deutschland leiden unter Krampfadern, auch Varizen genannt. Einmal entdeckt, sollte eine Behandlung nicht hinausgezögert werden, da Varizen nicht nur unschön aussehen, sondern ein gesundheitliches Risiko bergen. Als neue Chefärztin für Venenchirurgie kümmert sich Dr. Meike Finkenrath am Kempener Hospital ab Montag um akute und chronische Venenerkrankungen - von Besenreisern bis hin zu Krampfadern, offenen Beinen und Thrombosen. Gemeinsam mit dem Gefäßchirurgen Prof. Dr. Bruno Geier und in Kooperation mit der Praxis für Gefäßmedizin Dr. Peternely und Dr. Wefers baut sie in Kempen ein Zentrum für Venenchirurgie auf.

Mit dem Wechsel vom Krankenhaus Bethanien Moers, wo sie seit 2013 tätig war, nach Kempen, kehrt Finkenrath in gewisser Weise zu ihren Wurzeln zurück. Ihre Assistenzarztausbildung begann sie bereits in einem Artemed-Haus - in der Fachklinik für Venenkrankheiten in Bad Oeynhausen. "Es fühlt sich ein bisschen an, wie nach Hause zu kommen", freut sich die Fachärztin für Dermatologie, die seit drei Jahren unter der Leitung Geiers am Krankenhaus Bethanien Moers in der Klinik für Phlebologie und Gefäßchirurgie als leitende Oberärztin tätig ist. "Nun ist es an der Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen", sagt Finkenrath. Für einen guten Beginn haben sie und Geier bereits gesorgt: Als zertifiziertes Venenkompetenzzentrum bietet die Abteilung in Kempen allen ihren Patienten, die von einem unabhängigen Bundesausschuss geprüften Qualitätsrichtlinien in Diagnostik und Therapie an. "Gerade bei komplexen Krankheitsbildern wie den wiederkehrenden Krampfadern, so genannten Rezidiven, sind Expertise und Erfahrung des behandelnden Arztes entscheidend", weiß Finkenrath. Zertifizierte Zentren stellen eine hohe Behandlungsqualität sicher und zeichnen sich dadurch aus, dass Diagnostik und Therapie dem neuesten Stand des Wissens entsprechen. Sie stellen daher auch unterschiedliche Therapiemethoden zur Auswahl, um für jeden Patienten die individuell beste Behandlung zu gewährleisten. Darüber hinaus wird die arterielle Gefäßchirurgie am Hospital zum Heiligen Geist unter der Leitung Geiers in Kooperation mit dem Bethanien-Krankenhaus in Moers in bewährter Weise fortgeführt.

Im Zentrum für Venenchirurgie werden nicht nur Krampfadern, sondern auch alle anderen akuten Venenerkrankungen wie Thrombosen sowie verschiedene chronische Venenleiden behandelt. "Blaue Verästelungen oder hervortretende Adern sind typische Warnsignale für eine Venenerkrankung, ebenso wie Ekzeme oder Hautverfärbungen", erklärt Finkenrath.

Die Ärztin ist dreifache Mutter und lebt mit ihrer Familie in Moers. "Ich freue mich nun sehr auf die Arbeit in Kempen", sagt die gebürtige Münsteranerin, die mittlerweile fest in der Region verankert ist und hier das "Lymphnetzwerk linker Niederrhein" mitgegründet hat.

Einen Vortrag zum Thema "Wenn die Venen schlapp machen - Was tun bei Krampfadern und Co." hält die neue Chefärztin am Sonntag, 21. August, 10.30 Uhr im Hospital, Raum 30, EG. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Quelle: RP
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