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Gemeinde Grefrath
Nicht nur der Mantel wurde geteilt

Gemeinde Grefrath. Der Martinszug hat in Grefrath eine lange Tradition: 1889 fand der erste organisierte Zug in Alt-Grefrath statt, doch ein St. Martin zog erstmals am 10. November 1920 im Grefrather Zug mit. In Grefrath ist es gute Tradition, dass sich am Tag des Martinszuges der Heilige Mann mit seinen Herolden bei der Familie Dohmes auf der Hohe Straße einfindet. Der Grund: 1920 waren es die Herren Peter Bex, Heinrich Dohmes und Wilhelm Verlinden, die erstmals als St. Martin und Herolde am Zug teilnahmen.

Im und am Haus Dohmes trinkt man Kaffee, kleidet sich ein und besteigt die Pferde. Wenn St. Martin dann mit seinen Pferden den Aufstellungsort erreicht hat, setzt sich der Zug in Bewegung. Nicht so in diesem Jahr. Als St. Martin (Peter Thönes, zum zweiten Mal Grefrather St. Martin) mit seinen Herolden Heinz-Josef Quinders und Andreas Czastrau am Schattenbek ankam, stiegen die drei von ihren Pferden und übergaben mit den Vertretern des Grefrather Martins-Komitees (Vorsitzender: Helmut Thönes) an Heike Peters (GGS Grefrath) und Bernd Heines (Schule an der Dorenburg) jeweils eine Spende in Höhe von 1500 Euro. Die Spende war zusammengekommen durch den allzu frühen Tod der früheren Wirtin des Restaurants "Alt Grefrath", Brigitte Harazim, die um Spenden für das Martins-Komitee gebeten hatte.

Um kurz vor 18 Uhr setzte sich dann der Zug Richtung Ortskernmitte in Bewegung. Rund 1000 Kinder aus den beiden Schulen und Mitglieder anderer Gruppen sorgten für den farbenfrohen Zug. Die Vielfalt der selbst gebastelten Fackeln überzeugte. Mit ihm Zug dabei waren Geister, Haie, Sonnen, Kühe, aber auch eine Riesenfackel, die von mehreren Jugendlichen der Schule an der Dorenburg getragen wurde. Musikalisch begleitet wurde der Zug vom Grefrather Musikverein und den Trommlercorps aus Grefrath und Vinkrath. Mit dabei im Zug die Grefrather Feuerwehr und das jetzt 125 Jahre alt DRK Grefrath.

Zahlreiche Häuser waren festlich illuminiert. Als der Zug den historischen Marktplatz erreichte, war dieser bereits zum großen "Püfferkesplatz" und Glühweintreff geworden. Seit Jahren sorgt Kolping Grefrath für dieses Angebot. Mehr als 2000 Besucher verfolgten den Zug. Der Gegenzug fand auf der Hinsbecker Straße statt, sodass die Zugteilnehmer auch selbst den Zug in voller Länge einmal sehen konnten.

Die Bettlerszene wurde auf dem früheren Gelände der Abteilung II der Grevelour, zwischen der Nord-und Neustraße dargestellt, wo auch das Martinsfeuer abgebrannt wurde. Möglicherweise letztmalig, denn das Gelände soll bebaut werden. Von der Neustraße ging es über die Stadionstraße und den Burgweg zu den Schulen, wo die Tüten an die Kinder ausgegeben wurden.

(mab)
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