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Kempen
Niederrhein bei Urlaubern immer beliebter

Kempen: Niederrhein bei Urlaubern immer beliebter
Ziehen für den Tourismus an einem Strang (von links): Martina Baumgärtner (Geschäftsführerin Niederrhein Tourismus) und die Landräte Dr. Ansgar Müller (Kreis Wesel), Stephan Pusch (Kreis Heinsberg), Wolfgang Spreen (Kreis Kleve) und Dr. Andreas Coenen (Kreis Viersen). FOTO: Müller-Bringmann
Kempen. Mehr als zwei Millionen Übernachtungen registrierte der Niederrhein-Tourismus im vergangenen Jahr. Bei der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin präsentierten die Kreise Kleve, Viersen und Wesel mit dem Kreis Heinsberg einen neuen Partner. Von Peter Müller

Mehr als zwei Millionen Übernachtungen zählte der Niederrhein Tourismus im Jahr 2016. Damit schreibt er die posititive Entwicklung der vergangenen Jahre fort. Das wurde jetzt bei der Internationalen Tourismusbörse in Berlin (ITB) bekannt. Das Zusammenspiel von Naturerlebnis, Radwandern, Wandern, Kultur und Kulinarik lockte wieder viele Reiseveranstalter und Fachbesucher an.

"Wir freuen uns alle sehr, dass wir die Schallmauer von zwei Millionen Übernachtungen 2016 durchbrochen haben", sagte Dr. Ansgar Müller, Landrat des Kreises Wesel und Aufsichtsratsvorsitzender des Niederrhein Tourismus, bei einer Pressekonferenz während der weitwelt größten Reisefachmesse ITB in Berlin. Zwischen den Jahren 2005 bis 2016 steigerte sich die Zahl der Übernachtungen damit um mehr als 20 Prozent. "Der Tourismus ist zu einem echten Beschäftigungsmotor für die Region geworden", so Müller weiter. Damit sich dieser Trend weiter verstetigt, präsentierten die Gesellschafter des Verbandes zahlreiche Projekte und einen neuen Partner.

Typisch für die niederrheinische Landschaft ist die Niers - hier zwischen Grefrath und Oedt. FOTO: NORBERT PRÜMEN

"Die Niederrhein Tourismus GmbH ist ein starker Zusammenschluss. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit den anderen Gesellschaftern", betonte der Landrat des Kreises Heinsberg, Stephan Pusch. Das Konzept des Niederrhein Tourismus und des Kreises Heinsberg weise viele Überschneidungen auf, wie etwa die Schwerpunktthemen Naturerlebnis, Radwandern, Wandern und Kulinarik. Entsprechend gut aufgehoben, fühle sich der Kreis Heinsberg. "Ich denke, alle werden von der Erweiterung profitieren", so Stephan Pusch.

Sein Weseler Kollege Müller berichtete von den Planungen zur Landesgartenschau in Kamp-Lintfort für das Jahr 2020. Die innerstädtische Parkanlage - geplant vom Berliner Büro bbzl böhm benfer zahiri - soll dabei der Naherholung und der klimatischen Verbesserung der Stadt dienen. Dazu werden die städtischen Grünflächen stärker miteinander verbunden und schaffen beispielsweise entlang der Großen Goorley vielfältige Veranstaltungsflächen. "Kamp-Lintfort wird damit zu einem besonders attraktiven Anziehungspunkt im Jahr 2020", betonte Müller.

"Wir wollen die positive touristische Entwicklung weiter fortschreiben", betonte Dr. Andreas Coenen, Landrat des Kreises Viersen. Der Kreis Viersen hat deshalb eine regionale Initiative gegründet, die prüfen soll, inwiefern die Region den Megatrend zu nachhaltigem Tourismus und Kulinarik bedienen kann. Im Kreis Viersen lägen Restaurants und Produzenten oftmals fast Tür an Tür. "Das Thema ist deshalb prädestiniert für den Niederrhein, aber wir müssen es Schritt für Schritt weiterentwickeln", so Coenen. Das Netzwerk ist im Februar 2017 gestartet. Es soll die lokalen und regionalen Partner zusammenbringen und sich in den regionalen Verein Genussregion Niederrhein einbringen.

Über einige "Hingucker" konnte der Kreis Kleve zur ITB berichten. Die Wirtschaftsföderung des Kreises hat gemeinsam mit dem niederrheinischen Filmemacher Jürgen Zellmann vier farbenfrohe und rund einminütigen Clips über den Kreis produziert. Sie sollen auf freche Art über die Erlebniswelten, Events und Festivals, Aktivurlaub und das Radwandern im Kreis informieren und zugleich unterhalten. Sie werden in regionalen Kinos wie zu verschiedenen Veranstaltungen eingesetzt werden. "Die Clips werden auf moderne Weise für den Kreis Kleve als Destination werben", freute sich der Klever Landrat Wolfgang Spreen.

Quelle: RP
 
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