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Gemeinde Grefrath
Offener Ganztag: Politiker über Unterbringung entsetzt

Gemeinde Grefrath. Fast sprachlos waren am gestrigen Montagmorgen Kommunalpolitiker von SPD, FDP und Grünen, als sie erfuhren, dass Kinder im Rahmen des Offenen Ganztags im neuen Schuljahr in einem zumindest teilweise maroden Pavillon hinter der ehemaligen Johannes-Horrix-Schule betreut werden müssen. Inzwischen ist es nämlich so, dass fast jedes zweite Schulkind der Gemeinschaftsgrundschule Grefrath eine Betreuung nach der Schule erfährt. Rund 160 Kinder besuchen das "Spatzennest", wie aus der Einrichtung gestern zu erfahren war.

Das bedeutet, dass das ehemalige "Haus des Gastes" nicht mehr für die Betreuung ausreicht. Jetzt ist das "Spatzennest" an drei Standorten im Grefrather Schulzentrum am Burgweg untergebracht. Genutzt werden auch die "neuen" Pavillons zwischen Hallenbad und Sekundarschule und der marode alte Pavillon westlich der ehemaligen Johannes-Horrix-Schule. Die Räume der früheren Horrix-Schule nutzt jetzt komplett die Sekundarschule. "Wir brauchen die Räume", sagte Schulleiterin Helmi Röhrig. Grefraths Bürgermeister Manfred Lommetz riet in einer ersten Stellungnahme gestern dazu zusammenzurücken, denn Neubauten werde es in Grefrath nicht geben.

Jochen Monhof (SPD) und Andreas Sonntag (Grüne) stellten bei einer Besichtigung gestern fest, dass der alte Pavillon überhaupt keine Toiletten hat. Monhof: "Es kann nicht sein, dass eine Grundschule aufgegeben wird und man sogleich keine freien Räume mehr hat." Die Kinder in dem maroden Pavillon zu betreuen, sei eine Zumutung. Hausmeister Hermann Winthuis erklärten den Politikern, dass im ehemaligen Verwaltungstrakt der Horrix-Schule unter anderem Spielgeräte gelagert werden. Die Politiker erfuhren weiter, dass Kellerräume unter der früheren Katholischen Grundschule nicht genutzt werden können, da sie feucht sind. Für Monhof und Sonntag besteht dringender Handlungsbedarf.

(mar)
 
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