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Gemeinde Grefrath
Papiercontainer werden abgeschafft

Gemeinde Grefrath: Papiercontainer werden abgeschafft
Wenig ansehnlich sind zumeist die Standorte für die Altpapier- und Altglascontainer - wie dieser an der Straße Am Schwarzen Graben in Oedt. Die Papiercontainer in der Gemeinde Grefrath sollen nun abgeschafft werden. FOTO: Kaiser
Gemeinde Grefrath. Auf Antrag von SPD und Grünen sollen die wenig ansehnlichen Standorte in der Niersgemeinde aufgegeben werden.Bürger können alternativ kostenfreie blaue Tonnen erhalten. Die Straßenbeleuchtung wird auf LED umgerüstet. Von Manfred Baum

Im Sitzungssaal des Oedter Rathauses fand am Montagabend die letzte Sitzung des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses in diesem Jahr statt. Eine Sitzung die mit hartnäckigen Fragen von zwei Bürgern zur Umrüstung der Straßenbeleuchtung begann. Da die Verwaltung nicht alle Bürgerfragen in der Sitzung beantworten konnte, erhält ein Bürger bis Weihnachten, so Bürgermeister Manfred Lommetz, seine Fragen schriftlich beantwortet.

In einem gemeinsamen Antrag hatten die Fraktionen von SPD und Grünen angeregt, die Container-Standorte für Altglas und Altpapier aufzulösen - dies nicht zuletzt wegen vermehrter Klagen von Anwohnern. Die beiden Ratsfraktionen verwiesen auch auf die kostenlos zur Verfügung gestellte blaue Tonne. Die Bürger können bei Bedarf sogar kostenfrei eine zweite blaue Tonne beantragen. Auch die Verwaltung ist mittlerweile zu der Auffassung gelangt, dass immer wieder Standorte der Papiercontainer - trotz regelmäßiger Reinigung - verschmutzt sind. Die Gemeindeverwaltung hatte schon an eine Videoüberwachung des Standortes Am Schwarzen Graben in Oedt gedacht. Das ist nun nicht mehr erforderlich, denn nach kurzer Diskussion beschloss der Ausschuss einstimmig, die Auflösung der vier Standplätze für Altpapier und Kartonagen, denn auch zur Deponie in Süchteln können Bürger ihr Altpapier bringen.

Der Ausschuss sprach sich ferner für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung in der Gemeinde aus. Bereits in der Oktobersitzung des Ausschusses wurde das Konzept vorgestellt, das der Niersgemeinde auf Dauer erhebliche Kosteneinsparungen durch die Umrüstung der Laternen auf LED-Licht bringen soll. Die Lichtlenkung ist durch die neuen Leuchten zielgerichtet auf den Verkehrsraum ausgerichtet. Rund 1000 Pilzleuchten sollen gegen Aufsatzleuchten ausgetauscht werden. Mit der Umrüstung soll im kommenden Jahr begonnen werden.

Bernd Bedronka (SPD) erkundigte sich danach, was die Verwaltung an der Straße "Am Reinersbach" plant, wo die Häuser mit den Übergangswohnungen für Flüchtlingen stehen, die einmal abgerissen werden sollten. Bürgermeister Manfred Lommetz bezog kurz Stellung: "Wir werden dort nichts ohne den Rat und seine Ausschüsse machen. Wir werden ihnen ein Konzept vorlegen mit einem Teilabriss beziehungsweise mit Kernsanierungen." Es hatte in der Vergangenheit immer wieder Kritik am Zustand der Wohnungen gegeben. Die Grünen hatten die desolaten Verhältnisse sogar mit Fotos dokumentiert. Auf Grund der gewachsenen Zahl der Flüchtlinge, die der Gemeinde zugewiesen werden, werden die Wohnungen in Oedt und Grefrath weiterhin benötigt.

Wilma Hübecker (CDU) beantragte, dass der Tagesordnungspunkt "2. Änderung des Bebauungsplanes Auf dem Feldchen - West" (Baugebiet "Dohmeswiese", Zugang nur von der Umstraße) von der Tagesordnung abgesetzt wird, da man noch in der Fraktion Beratungsbedarf habe. Das Thema ist nicht unumstritten, denn eine Luftbildaufnahme der Gemeindeverwaltung zeigt, dass im Bereich der drei Rundbauten auf der "Dohmeswiese" einige nicht zulässige Terrassenüberdachungen und Wintergärten errichtet wurden, wodurch die zulässige Bautiefe erheblich überschritten wurde. Der Gemeinderat muss nun nachbarschaftliche Interessen bewerten. Es geht aber auch um Vertrauensschutz mit Blick auf die Rechtsgültigkeit eines Bebauungsplanes. Je nachdem, wie der Rat entscheidet, sind Abrissverfügungen durch die Bauaufsichtsbehörde nicht ausgeschlossen.

Bauamtsleiter Norbert Enger stellte eine mögliche Ausweisung neuer Baugebiete in Oedt in Aussicht. Enger sah unter anderem an der Färberstraße noch Flächen für eine weitere Wohnbebauung. Teilweise könnten Ackerflächen in Bauland umgewandelt werden.

Quelle: RP
 
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