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Stadt Kempen
Perspektiven vom Hagelkreuz

Stadt Kempen: Perspektiven vom Hagelkreuz
Bürgermeister Volker Rübo (l.), Quartiersentwickler Ingo Behr (2.v.r.) und Sozialdezernent Michael Klee (re.) mit einigen der Teilnehmer am Fotowettbewerb. FOTO: Kaiser
Stadt Kempen. Quartiersentwickler Ingo Behr hatte zu einem Fotowettbewerb mit besonderen Ansichten aus dem Kempener Stadtviertel eingeladen. 13 Fotografen reichten ihre Aufnahmen ein. Von Silvia Ruf-Stanley

Am Ende waren es 13 Fotografen, die sich am Wettbewerb "Hagelkreuz Perspektiven" beteiligten. Deshalb hatte sich die Kempener Stadtverwaltung entschlossen, alle Teilnehmer zu einer kleinen Feierstunde ins Rathaus einzuladen und jedem als Präsent eine kleine Broschüre mit den besten Fotos zu überreichen.

Bürgermeister Volker Rübo zeigte sich begeistert von den Aufnahmen. Die Teilnehmer hätten das Stadtviertel so abgebildet, wie er es selbst erlebe: grün und lebendig. Sie hätten die Vielfalt des Stadtbezirks gezeigt. Ein Schmunzeln entlockte er seinen Gästen, als er meinte, im Hagelkreuz scheine immer gutes Wetter zu sein. Besonders verwies er auf die Luftaufnahmen in der Reihe der Bilder. Die zeigten noch einmal anschaulich, wie grün es im Quartier sei.

Immer wieder taucht der Concordienplatz auf den Bildern auf. Peter Fischer hat dieses Motiv ganz bewusst gewählt. Der "Conci" war der Platz seiner Kindheit. Dort habe man gespielt, sich als Jugendlicher mit anderen getroffen. Und jetzt ist er fasziniert von der Veränderung des Platzes in eine lebendige Lebensfläche für das ganze Viertel. Das bestätigte auch eine weitere Fotografin. Selbst im Hagelkreuz aufgewachsen, symbolisiere der "Conci" den Stadtteil. Sie wählte die heute weniger übliche Technik der Schwarz-Weiß-Fotografie, die dem Bild noch mehr Tiefe verleiht. Ihr Motiv: zwei Jungen, die Arm in Arm auf den Platz spazieren, im Hintergrund die belebten Restaurants und spielende Kinder. Karl Heinz Schicker hat dagegen einen ganz ruhigen Blick auf den Platz gewählt. Er hat die Abendstimmung, wenn die Bäume auf dem Platz beleuchtet sind, aufgenommen.

Klaus Hegmanns hat als St. Huberter noch einen anderen Blick auf das Viertel. Aber auch ihm war das lebensfrohe und bunte wichtig. Also hat er ein fantasievoll bemaltes Garagentor fotografiert. Klaus Werner Neeten ist durch Zufall auf den Wettbewerb gestoßen. Er hat zwar früher im Hagelkreuz gelebt, wohnt aber nun in der Kempener Innenstadt. Zufällig kam er am Kleingarten einer Bekannten vorbei und die lud ihn ein, die Blumenpracht in ihrem Garten zu fotografieren. Und reichte dann die Bilder ein. Klaus Peter Zens verhalf die Einladung seines Bruders zu einem Segelflug zu seinen Motiven. Eben das Hagelkreuz mal aus der Vogelperspektive zu sehen. Jürgen Käse hat statt dessen ganz spontan einen wunderschönen Sonnenuntergang mit kahlen Bäumen aufgenommen.

Noch ein Thema taucht immer wieder auf. Die vielen Kinder im Viertel. Bianca Lötz geht regelmäßig mit ihrer Kindertanzgruppe in Pausen auf den Käsespielplatz an der Dunantstraße. Und da sind einige stimmungsvolle Bilder mit Licht und Schatten der spielenden Kinder entstanden. Ihr Mann Thomas hat die Showtanzgruppe "Shadows" abgelichtet. Die Mädels haben sich ausgesprochen fotogen zwischen den Stelen am Concordienplatz aufgestellt.

Auch wenn es nicht so viele Teilnehmer wie gewünscht gab, war der Fotowettbewerb aus Sicht der Stadt ein Erfolg, stellte Quartiersentwickler Ingo Behr fest. Jetzt gibt es schon die Idee, eine Fotowerkstatt einzurichten. Hier könnten sich dann Fotografen gegenseitig Tipps geben oder auf Erkundungsreisen gehen. Alle Bilder des Wettbewerbs sind übrigens auf der Internetseite www.hagelkreuz-kempen.de zu sehen.

Quelle: RP
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