| 00.00 Uhr

Kempen
Pflanzen ziehen die Besucher an

Kempen: Pflanzen ziehen die Besucher an
Viele Besucher kamen zur Pflanzenbörse und zur Saisoneröffnung auf dem Naturschutzhof im Sassenfeld. FOTO: Busch
Kempen. Blüten, Kräuter, Früchte und altes Handwerk: Noch vor der Eröffnung der Pflanzenbörse auf dem Naturschutzhof im Lobbericher Sassenfeld standen die Besucher bereits Schlange, um alles das zu genießen, was die Natur zu bieten hat. Von Inge von den Bruck

Die graue Wolke, die sich einmal kurz zeigt, zieht dann doch noch weiter. So haben die Sonnenstrahlen Platz, sich auch weiterhin dem Naturschutzhof und den Besuchern zu präsentieren. Und dass die Sonne nicht nur den Besuchern der Pflanzenbörse guttut, sondern auch die Pflanzen zum Wachsen anregt, hat der Besucher, der mit dem Bambusgewächs liebäugelt, schnell erkannt. "Bei dem warmen Wetter kann man förmlich zusehen, wie der Bambus wächst", sagt er.

Die Pflanzenbörse, die mit der Eröffnung des Naturschutzhofes einhergeht, hat die Pforten noch nicht offiziell geöffnet, da stehen die ersten Pflanzenliebhaber bereits vor den Ständen Schlange. "Die Besucher kommen immer früher, wir haben erst gerade unseren Stand aufgebaut", so ein Hobby-Pflanzenzüchter aus Geldern.

Und die Lobbericherin Dorothee Hörnschenmeyer schwärmt total verzückt: "Da braucht man nicht nach Meran in Südtirol zur Apfelblüte zu fahren. Hier auf dem Naturschutzhof stehen die Apfelbäume auch in voller Blüte."

An fast jeder Ecke gab es etwas zu entdecken. FOTO: Busch

Die Chili-Schoten, Paprika und Peperoni von Sybilla Thlotzkens lassen die Blätter hängen. "Sie kommen direkt aus unserem Treibhaus, vor dem Einpflanzen sollte man ihnen noch ein Runde Wärme gönnen", sagt sie. Else Baumeyer aus Straelen zieht ihre Geldbörse aus der Tasche, sie will es mit den kleinen Pflänzchen zu Hause einmal wagen. "Ich lasse sie noch etwas drinnen stehen, bevor ich sie einpflanze, das klappt dann schon", sagt sie und ist optimistisch.

Am Stand von Korbflechter Paul Abels drängen sich die Kinder. "So hat man früher einen Korb gemacht", sagt die Mutter gerade zu ihrem sechsjährigen Sohn. "So werden Körbe auch noch heute gemacht", schreitet der Korbflechter ein und erklärt, worin sich ein handgeflochtener Korb von einem industriell erstellten unterscheidet. Im Nu haben sich zahlreiche Interessierte um ihn geschart und erfahren sehr viel über das alte Handwerk, das aber leider ausgestorben sei, so Paul Abels.

Für die Kinder wird neben dem Frühlingsbasteln mit Weiden am grünen Bauwagen auch das Basteln von Solarschiffchen angeboten. Von Diplom-Ingenieur Günther Wessels erfahren die Besucher am Beispiel der Kopfbuchen viel über die alte Waldnutzung der hiesigen Region, und Kräuterpädagogin Marita Offermanns hat zum "Wildkräuter-Entdecken" eingeladen. Und der schlechten Wetterprogose zum Trotz: Es bleibt trocken, und die Sonne lacht vom Himmel. "Es ist eben Frühling", sagt Dorothee Hörnschenmeyer.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Kempen: Pflanzen ziehen die Besucher an


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.