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Stadt Kempen
Pinselstrich und Motive à la Claude Monet

Stadt Kempen. Der Kempener Wijo Heinen präsentiert eine neue Ausstellung im Kunstzentrum an der Ellenstraße. Von Silvia Ruf-Stanley

Eine alte Liebe hat der Kempener Künstler Wijo Heinen wieder aufleben lassen. Heinen hat sich schon vor 40 Jahren mit dem Werk des französischen Malers Claude Monet beschäftigt. Monet, 1840 in Paris geboren und 1926 in Giverny gestorben, gilt als einer der Gründer des Impressionismus. Die Monet-Bilder eines Kunstkalenders, den Heinen geschenkt bekam, zogen ihn fast magisch an. Die Farben und Motive faszinierten ihn und ließen ihn nicht mehr los. So wollte der Autodidakt auch malen.

Fortan las Heinen alles, was er über Monet und sein Werk finden konnte. In den 1990er-Jahren war er wohl elf Mal in Paris, um sich die Originale im Museum anzusehen. Er schaute sich jeden Pinselstrich genau an. Einmal ging er so nah an ein Bild, dass er sofort von der Museumsaufseherin angesprochen wurde. Als er aber erklärte, dass er selbst Maler wäre, wäre für die Dame alles in Ordnung, erzählt Heinen. Er war auch in den Gärten von Giverny, wo Monets bekannte Seerosenbilder entstanden sind. Heinens Augen leuchten, wenn er erzählt, wie schön es war, in diesem prächtigen Garten zu stehen.

Im Laufe der Jahre nahm er immer wieder die Motive des großen Impressionisten auf. Viele Bilder entstanden so. Dabei betont Heinen, dass er keineswegs vorhabe, einen Monet zu fälschen. "Die Bilder tragen alle meine Signatur" sagt er. So nennt er seine neue Ausstellung "Hommage und Interpretation über Claude Monet". Mit seinen Interpretationen geht er auch kritisch um. Erst wenn er wirklich zufrieden ist, erhält das Bild die Signatur und findet den Weg in die Ausstellungsräume im Kunstzentrum an der Ellenstraße. Heinen macht keinen Hehl daraus, dass er die Techniken des Künstlers nachahmt. "Man kann nichts neu erfinden", sagt der fast 80-Jährige aus langjähriger Erfahrung.

Wenn man durch die Ausstellung geht, wird man von den Bildern sofort angezogen - vor allem, weil einem die Motive so vertraut sind. Das sind nicht nur die bekannten Gartenbilder, sondern auch Stillleben und Landschaftsbilder. Aber sie haben eben auch den eigenen Blickwinkel von Heinen. Hier trifft die Kunst des ausgehenden 19. Jahrhunderts mit der Kunst der Moderne zusammen. Wenn dann noch Heinen mit seiner Begeisterung zu einzelnen Bildern führt, will man noch länger verweilen und die Schönheit der Bilder genießen.

Geöffnet ist die Ausstellung montags bis freitags von 10.30 bis 18.30 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr. Man sollte keine Scheu haben, außerhalb dieser Zeiten einzutreten. Oft ist Wijo Heinen länger in seiner Galerie. Bis 15. Juni ist die neue Ausstellung zu sehen.

Quelle: RP
 
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