| 13.53 Uhr

Stadt Kempen
Plädoyer für die Blasmusik

Stadt Kempen. Das Jugendblasorchester St. Marien Kempen, die Bläserklassen der Erich Kästner Realschule und das Blasorchester der Stadtwerke Krefeld gaben vor 250 Gästen ein Frühjahrskonzert in der Schulaula. Von Tobias Neumann

Junge Menschen für Musik zu begeistern, ihnen das Spielen eines Instrumentes zu ermöglichen – dieses Ziel verfolgen sowohl das Kempener Jugendblasorchester St. Marien wie auch die Erich Kästner Realschule mit ihren Bläserklassen seit Jahren mit großem Erfolg. Einzig das Publikum muss anscheinend teilweise erst überzeugt werden, wenn es um den Begriff der Blasmusik geht. Nur 250 Gäste in der schuleigenen Aula – es waren schon einmal mehr beim Frühjahrskonzert.

Modern und aufregend

Ungeachtet dessen gab es auch in diesem Frühling wieder einen bunten Strauß an schönen Melodien, der alle Vorurteile über Blasmusik zunichte machte. Leichtfüßige Lieder mit eingängigen Melodien in modernen Arrangements überzeugten vom ersten Akkord an und ließen das Publikum zeitweise sogar mitklatschen.

Den Anfang machten die Gäste aus Krefeld, das Blasorchester der Stadtwerke Krefeld. Rund 40 Musiker betraten die Bühne und zeigten Ausschnitte ihres breitgefächerten Repertoires, das von Klassik über Rock bis hin zu Folklore mit zünftigen Märschen und Walzern reicht. "Die glorreichen Sieben" klangen wie ein Ritt gen Westen, wobei sie wohl eher dem beginnenden Frühling musikalisch entgegenritten.

Wie in jedem Jahr gab es von Schülerseite zu den einzelnen Stücken vorab immer einige Informationen, welche die Musikgeschichte anekdotenhaft, aber auch wissenswert wiedergaben. Udo Jürgens Evergreens durften ebenso wenig fehlen wie auch die Rolling Stones: "Satisfaction" folgte auf "Painted Black" und "Ruby Tuesday". Auch hier war manch ein Zuhörer überrascht, wie modern und aufregend Blasmusik klingen kann.

Aufgeregtes Getuschel ging durch die Reihen, denn jetzt waren die Realschüler dran. Die brachten den Frühling samt "Mohrentanz" mit und zeigten mit Händels "Halleluja" aus dem Messias ihre barocke Seite. Dann überließen sie dem Jugendblasorchester St. Marien die Bühne. Mit spürbarer Spielfreude gelang es den jungen Musikern, die Sympathien des Publikums schnell für sich zu gewinnen. Simon and Garfunkel erklangen schillernd-verspielt, während der "Eighties Flashback" in eine musikalisch sehr vielseitige Dekade entführte. Inzwischen sind mehr als 60 Aktive mit beim Jugendblasorchester, das unter der musikalischen Leitung von Willi Hilscher souverän auftrat.

Als packendes Finale spielten am Ende dann alle drei Orchester zusammen – ein gewaltiger Anblick, ein fantastischer Klang. Da kam das "ABBA Revival" schnell in Fahrt und begeisterte die 250 Gäste mit einem einmal mehr modern dargebotenen Mix aus bekannten Melodien des schwedischen Quartetts.

Quelle: RP
 
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