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Stadt Kempen
Politik will neues Gerätehaus für Schmalbroich

Stadt Kempen. Stadtverwaltung und Löschzug hatten sich bereits auf einen Teilabriss mit Neubau verständigt. Doch die Politik will einen Komplettneubau fürs Gerätehaus. Die Entscheidung soll im Frühjahr fallen. Von Andreas Reiners

Bei einem Ortstermin im April dieses Jahres herrschte im zuständigen Ausschuss für Ordnungsangelegenheiten und Feuerschutz des Kempener Stadtrates eigentlich schon Einigkeit darüber, dass für das Feuerwehrgerätehaus an der Ziegelheide in Schmalbroich ein Teilabriss mit Teilneubau die beste Lösung sei. Damals hatten die Ausschussmitglieder die Räumlichkeiten besichtigt. Sie befinden sich im Erdgeschoss der alten Schule, einem Anbau, der Fahrzeughalle sowie einem weiteren Anbau. Damals waren Stadtverwaltung und Politik davon ausgegangen, dass die Fahrzeughalle und ein dahinter liegenden Anbau, den die Mitglieder des Löschzuges vor Jahren in Eigenleistung errichtet hatten, erhalten bleiben können. Mit dieser Beschlusslage war die Stadtverwaltung und der von ihr beauftragte Architekt an die weitere Planung gegangen.

Doch in der jüngsten Sitzung des Fachausschusses, der jetzt wieder im Schulungsraum der Feuerwehr Schmalbroich in der ehemaligen Schule an der Ziegelheide tagte, kam alles ganz anders. Nachdem der zuständige Dezernent, der Erste Beigeordnete der Stadt, Hans Ferber, die Pläne und Kosten für den geplanten Teilabriss mit Neubau vorgestellt hatte, entbrannte eine Diskussion, ob es nicht besser sei, gleich alles abzureißen und ein komplett neues Gerätehaus zu bauen. Diesen Vorschlag hatte CDU-Ratsherr Jochen Herbst gemacht. Während die ursprüngliche Variante mit Teilneubau etwa 705.000 Euro kosten würde, lägen die Kosten für einen Komplettneubau bei etwa 895.000 Euro. Angesichts der Tatsache, dass hier beim Gerätehaus für die nächsten 20 bis 30 Jahre geplant werde, sollte man die Komplett-Variante wählen, schlug Herbst vor. Schließlich befänden sich die Fahrzeughalle und der dahinter Anbau technisch nicht auf dem neuesten Stand, meinte Herbst. Kempens Wehrführer Franz-Heiner Jansen hatte das auf Nachfrage aus dem Ausschuss auch so bestätigt. Nach eingehender Diskussion des Pro und Contras wurde die Entscheidung bis zu den im Frühjahr 2016 anstehenden Haushaltsberatungen vertagt.

Wie der Erste Beigeordnete Ferber auf Anfrage von Renè Heesen von den Grünen erklärte, steht die Planung für einen Umbau des Gerätehauses an der Rheinstraße in Tönisberg so weit, dass mit den Arbeiten bald begonnen werden kann. Als möglichen Termin für den Baubeginn nannte Ferber den 1. Februar kommenden Jahres. Der Umbau soll innerhalb eines Jahres abgeschlossen werden. Beigeordneter Ferber erklärte aber zum Zeitplan, dass dieser sich noch verschieben könnte. Das Kempener Hochbauamt ist derzeit vor allem mit der Herrichtung von Gebäuden als Flüchtlingsunterkünfte beschäftigt. Sollte sich da die Lage weiter verschärfen, müssten andere Projekte zeitlich geschoben werden. Das könnte auch dann für den Umbau des Feuerwehrgerätehauses in Tönisberg gelten, meinte Beigeordneter Ferber.

Quelle: RP
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