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Gemeinde Grefrath
Politiker schauten sich Sportstätten an

Gemeinde Grefrath. Mitglieder des Sport- und Kulturausschusses unternahmen am Donnerstagabend einen Rundgang durch die Gemeinde. Sie informierten sich über den Zustand von Sportplätzen und -hallen. Von Manfred Baum

Der Haushalt ist genehmigt, die Niersgemeinde darf wieder investieren. Sie tut es beispielsweise in das längst in die Jahre gekommene Gebäude an der Oedter Nierskampfbahn, das in keinem Verhältnis zum modernen Kunstrasenplatz oder dem schmucken Vereinsheim der Oedter Borussia steht. Die Mitglieder des Sport- und Kulturausschusses des Grefrather Gemeinderates erfuhren davon am Donnerstagabend bei ihrem gut zweistündigen Rundgang. Die Politiker besichtigten einen Teil der Sportstätten in der Gemeinde.

Der erste Treffpunkt war die Nierskampfbahn, wo Ende dieses Monats mit der Sanierung der Umkleideräume und Duschen begonnen wird. Die Umkleiden sind zu klein und es gibt zu wenig Duschen. In Zusammenarbeit mit der Oedter Borussia soll die dreimonatige Modernisierung realisiert werden. Kosten: rund 40.000 Euro. In dem Gebäude hat der TuS Oedt noch einen Raum. In der ehemaligen Platzwart-Wohnung ist eine Flüchtlingsfamilie untergebracht.

Borussia Oedt möchte auf der Anlage Ersatzspielerbänke installieren, wie dies in Grefrath im Sportpark "Auf dem Heidefeld" der Fall ist. Massiv in der Kritik stand die Hochsprunganlage. Die Matte sei zu hart für die Springer, hieß es. Es soll nun eine Prüfung stattfinden. Ebenso kritisiert wird der Zustand des Kassenhauses. Das Gebäude benötige ein neues Dach, meinte Manfred Knipper, Vorstandsmitglied des Gemeindesportverbandes (GSV). Ob die Laufbahn ein- oder zweimal im Jahr gereinigt werden muss, darüber gingen die Meinungen der Ausschussmitglieder auseinander.

Von Stolperkanten war bei der Besichtigung der Skateranlage in Oedt die Rede. Die Gemeindeverwaltung will sie beseitigen. Während über das geschlossene Oedter Lehrschwimmbecken seit Jahren keiner mehr redet, ist der Uringeruch in der Oedter Turnhalle ein Dauerthema. Nach Ansicht des Hausmeisters wird vielfach "daneben gepinkelt". Zudem hat die Oedter Turnhalle "feuchte Stellen" auf dem Boden. Wie der GSV-Vorsitzende Herbert Kättner mitteilte, hätten bereits Messungen stattgefunden. Die Halle ist schon etliche Jahrzehnte alt.

Das ist auch die Turnhalle in Grefrath, die aus den 1950er-Jahren stammt. Sie ist aber in einem deutlich besseren Zustand, sieht man von den derzeit defekten Duschen einmal ab. Ausschussvorsitzender Bernd Bedronka (SPD) meinte: "Die alte Halle ist unsere am besten erhaltene Sportstätte. In der haben früher die Fußballer von Borussia Mönchengladbach unter Hennes Weisweiler mit Netzer, Vogts und Heynckes regelmäßig vor Heimspielen trainiert."

In der Doppelsporthalle wurde der Fußboden komplett erneuert. Doch noch seien Wasserschäden an der Hallendecke sichtbar, so Hugo Bellgardt (SPD). Die Verwaltung versicherte aber, dass das Hallendach dicht sei. Probleme gibt es bei den Duschen, das Wasser kann zuweilen nicht ablaufen. Der Teppichboden an den Wänden hinter den Toren und den Zuschauerrängen sieht arg strapaziert aus. Kinder klettern immer wieder aufs Hallendach. Turngeräte seien defekt. Darauf wies Karl-Heinz Jacobs (CDU) hin.

Die Sauberkeit um die Hallen herum ließ zu wünschen übrig. Die Turnerschaft Grefrath, der mit 1000 Mitgliedern größte Sportverein in der Niersgemeinde, sorgt sich um den Zustand des Haupteingangs und hat um eine Verbesserung gebeten, zumal es dort auch zahlreiche Schmierereien an den Wänden gibt. Die Besichtigung der so genannten Laufbahn an der Weitsprunggrube hinter der Schulwiese beendete den Rundgang mit Politikern und sowie Vertretern von GSV und Gemeindeverwaltung.

Im Oktober soll es eine Sondersitzung des Sport- und Kulturausschusses zum Thema Sportstätten in Grefrath geben.

Quelle: RP
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