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Kreis Viersen
Politiker ziehen bei Verkehrsplan an einem Strang

Kreis Viersen. Autobahn 52 und Autobahn 61 sollen im Bundesverkehrswegeplan höhere Priorität erhalten. Dafür setzen sich die niederrheinischen Bundestagsabgeordneten Ansgar Heveling (CDU), Dr. Günter Krings (CDU), Udo Schiefner (SPD), Uwe Schummer (CDU) und Gülistan Yüksel (SPD) ein.

Ihr Engagement für einen sechsspurigen Ausbau stimmten sie gestern im Bundestag mit Mitgliedern des Verkehrsausschusses ab. Reinhold Sendker und Oliver Wittke standen für die CDU zur Verfügung, Udo Schiefner vertrat die SPD-Seite.

Tagtäglich herrscht Stau auf den Autobahnen rund um Mönchengladbach und im Kreis Viersen. Die Bundestagskollegen vom Niederrhein wollen und können in der Sache nicht locker lassen. Die Straßenauslastung, die das Bundesverkehrsministerium bisher annimmt, weicht stark von der tatsächlichen Situation auf den Autobahnabschnitten ab. Die Stadt Mönchengladbach und die Parlamentarier fordern eine Neuberechnung des Verkehrsaufkommens. Das Bundesverkehrsministerium hat bereits zugesagt, die Angelegenheit erneut zu prüfen. Bis zum Ausbau plädieren die Politiker dafür, dass die Standstreifen der A 52 in Spitzenzeiten von Fahrzeugen mitgenutzt werden können.

Einigkeit mit den Verkehrspolitikern gab es ferner zum zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecken zwischen Dülken und Kaldenkirchen sowie zwischen Rheydt-Hauptbahnhof und Rheydt-Odenkirchen. Alle sind zuversichtlich, dass diese Projekte hochgestuft werden können. Nadelöhre könnten dadurch verschwinden und Fernzugverbindungen von Eindhoven über Mönchengladbach nach Düsseldorf und Köln geschaffen werden.

Die Niederrheinischen Abgeordneten sind sich gleichzeitig einig, dass in diesem Zusammenhang auf die Planung der so genannten Viersener Kurve verzichtet und dieses Projekt aus dem Bundesverkehrswegeplan gestrichen werden sollte. Auch die Grünen in Nettetal machen sich für den zweigleisigen Ausbau zwischen Venlo und Viersen stark. Eine durchgängige Zweigleisigkeit bedeute mehr Möglichkeiten für Personen- und Güterverkehr auf der Schiene und somit Entlastung auf der Straße.

Bis zum kommenden Montag, 2. Mai, kann jeder Bürger unter www.bvwp2030.de online einen Bürgerantrag zum Bundesverkehrswegeplan stellen.

Quelle: RP
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