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Stadt Kempen
Radklassiker "Rund um die Burg" findet in diesem Jahr nicht statt

Stadt Kempen. Was sich bereits Ende März abzeichnete, ist jetzt beschlossene Sache. Für das kommende Jahr soll ein neues Konzept erarbeitet werden.

Fällt das Rennen "Rund um die Burg" im Oktober aus? So lautete bereits am 23. März die Schlagzeile der Rheinischen Post. Darüber war Anne Claaßen, die Vorsitzende des Radsportclubs Kempen, nicht gerade erfreut. Noch am Rande des Altstadtlaufs hatte sie erklärt, dass das Rennen stattfinden werde. Jetzt bestätigte sich die Befürchtung vom März. Denn seit Dienstag steht fest, dass die für den 2. Oktober terminierte 58. Auflage des Radklassikers nicht stattfinden wird. Vertreter der Stadt, von Sponsoren, Verkehrsverein und der Vereinigten Turnerschaft Kempen wollen ein neues Konzept erarbeiten. Da die Zeit bis zum 2. Oktober zu knapp ist, soll jetzt für das kommende Jahr eine geeignete Lösung gefunden werden.

Die im März geplanten Veränderungen für den 2. Oktober stießen bei Anne Claaßen nicht gerade auf Gegenliebe, die bei einem entsprechenden Gespräch mit Vertretern der Stadt, der Polizei und dem Verkehrsverein nicht anwesend war. Der Hauptsponsor, die Stadtwerke Kempen, hatte den Wunsch geäußert, die Attraktivität des Rennens zu steigern. Das sollte hauptsächlich durch eine Streckenverlegung geschehen. Von Start und Ziel am Kuhtor sollte es über Wambrechies-, Orsay- und Burgstraße vorbei am Klosterhof auf die Thomasstraße und von dort wieder auf den Burgring gehen. Ex-Rennleiter Uli Deden, der für die 58. Auflage nicht mehr zur Verfügung stehen wollte, äußerte kürzlich Bedenken, da viele Fahrer solche engeren und holprigen Kurse meiden.

Da jetzt auch die VTK mit auf dem Rad sitzt, wird für 2017 über ein Wochenende mit Radrennen (Samstagabend) und Altstadtlauf (Sonntag) nachgedacht. Es ist allerdings nicht einfach, für beide Sportarten einen gemeinsamen Termin zu finden. Dazu müssen der Leichtathletikverband und der Bund Deutscher Radfahrer mitspielen. Das Radrennen, das 1956 zum ersten Mal stattfand, soll auf jeden Fall seinen Platz im Sportkalender der Thomasstadt behalten. Ausgefallen war es bisher nur ein Mal. 2007 war der Hauptsponsor wegen des Doping-Skandals im Radsport abgesprungen.

(JH)
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