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Kempen
Rat: Küppers soll 220.000 Euro zurückzahlen

Kempen. Den Wirtschaftsförderer und GMG-Geschäftsführer erwartet nun auch ein Disziplinarverfahren.

Der Wirtschaftsförderer und GMG-Geschäftsführer Thomas Küppers (48) darf die gesamte zusätzliche Vergütung der vergangenen Jahre, die über seine Beamtenbesoldung hinausgeht, nicht behalten. Deshalb muss er eine Summe von rund 220.000 Euro an die Stadt zurückzahlen. Das beschloss der Viersener Stadtrat jetzt in nicht-öffentlicher Sitzung mit geheimer Abstimmung. Es steht zu erwarten, dass Küppers den Beschluss nicht widerspruchslos hinnehmen wird. Die Ratsmitglieder stimmten über drei Anträge ab.

Ein Antrag von FürVIE über einen kompletten Behaltensentscheid und ein Antrag der FDP wurden klar abgelehnt. Mit knapper Mehrheit lehnte der Rat auch den Kompromissvorschlag der Bürgermeisterin ab, Küppers eine zusätzliche monatliche Vergütung von 1500 Euro zu belassen und 160.000 Euro zurückzufordern. Die jetzige Entscheidung ist gleichbedeutend mit einer Rückzahlungsforderung der gesamten Summe und mit der Eröffnung eines Disziplinarverfahrens. Seit Mai 2014 erhält Küppers (48) zur Beamtenbesoldung nach A15 eine monatliche Vergütung von 3000 Euro brutto plus einer Tantieme von fünf Prozent auf den GMG-Jahresüberschuss für seine Tätigkeit als Geschäftsführer der Grundstücks-Marketing-Gesellschaft (GMG).

Die Nebeneinkünfte hatte er nicht angezeigt. Seine Einnahmen überstiegen zudem die bei Beamten erlaubten Nebeneinkünfte von 6000 Euro jährlich.

(saja)
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