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Stadt Kempen
Ratsentscheid: Siebte Klasse für die Regenbogenschule

Stadt Kempen. Schule Wiesenstraße bleibt bei zwei Eingangsklassen.

Die Entscheidung war mit 21 zu 19 Stimmen bei drei Enthaltungen denkbar knapp und kam letztlich nur durch drei "Abweichler" in den Reihen der CDU-Fraktion zustande: Zum kommenden Schuljahr 2016/2017 wird der so genannte allgemeine Rahmen für die Eingangsklassen in den Kempener Grundschulen auf der Grundlage des ursprünglichen Vorschlags der Stadtverwaltung festgelegt: An der Regenbogenschule können danach sieben altersgemischte Eingangsklassen (erstes und zweites Schuljahr) gebildet werden. Für die benachbarte Katholische Grundschule Wiesenstraße bleibt es bei zwei Eingangsklassen für die Erstklässler.

Mit Spannung hatten viele Eltern und Lehrer im großen Sitzungssaal des Rathauses am Buttermarkt die entscheidende letzte Debatte verfolgt. Sprecher aller Fraktionen würdigten die grundsätzlich gute Arbeit, die an den Kempener Grundschulen geleistet wird. Die CDU-Fraktion bot kein einheitliches Bild, wie deren Sprecher Wilfried Bogedain offen zugab. Man habe in mehreren Fraktionssitzungen um eine Entscheidung gerungen. Einen Fraktionszwang sollte es nicht geben. So kam es, dass Heike Höltken (eine überzeugte "Wiesenstraßen-Mutter", wie sie selbst erklärte), Jochen Herbst und Dr. Jochen Houben gegen die Mehrheit in der eigenen Fraktion für die Bildung einer siebten Eingangsklasse an der Regenbogenschule stimmten. Auch Bürgermeister Volker Rübo (CDU) stimmte für diese von Schuldezernent Michael Klee vorgeschlagene Lösung.

Sprecher aller Fraktionen betonten, dass die Entscheidung nicht leicht sei. Befürworter einer dritten Eingangsklasse für die Schule Wiesenstraße meinten - wie Irene Wistuba (FDP), man müsse dieser Schule die Chance zur Inklusion jetzt geben. Das sah Irene Steeger (SPD) anders. Die Schule plane dies derzeit nicht. Später könne man zum Schuljahr 2017/2018 neu und möglicherweise anders entscheiden. Bürgermeister Rübo appellierte, dass sich die Wogen der gegenseitigen Empörung, die zuletzt in den sozialen Netzwerken hoch schlugen, bald wieder legen mögen.

(rei)
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