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Gemeinde Grefrath
Reinersbach: Verwaltung möchte Neubau

Gemeinde Grefrath. Die Flüchtlingsunterkünfte sind in marodem Zustand. Der Haupt- und Finanzausschuss wird sich am Montag mit diesem Thema beschäftigten. Die Verwaltung nennt vier Alternativen, zieht aber einen Neubau vor. Von Heiner Deckers

In den Gebäuden Am Reinersbach 9/11 und 13/15 sind Flüchtlinge untergebracht. Es stehen 16 Zwei- und Dreizimmmerwohnungen zur Verfügung, die Gesamtwohnfläche beträgt 767 Quadratmeter. Das Problem ist, dass die Gebäude in einem miserablen Zustand sind. Es muss dringend etwas geschehen. Am kommenden Montag wird sich der Haupt- und Finanzausschuss mit diesem Thema beschäftigen.

Die Wohnungen werden mit Koleöfen beheizt, die nicht mehr vom Schornsteinfeger abgenommen werden, heißt es in der Vorlage der Verwaltung. Eine gleichmäßige Beheizung aller Räume sei damit nicht möglich. Die gesamte Hausinstallation ist marode, so dass es ständig zu Leckstellen und sogar Wasserrohrbrüchen kommt. Die Fenster sind aus Aluminiumrahmen der ersten Generation, ohne thermische Trennung. Folgen sind hohe Luftfeuchtigkeit und Schimmelbildung.

Eine Prognose zur Entwicklung der Flüchtlingszahlen sei schwer angesichts der weltpolitischen Entwicklung, heißt es in der Vorlage weiter. Prognostisch müsse man für Grefrather von einer konstanten Größe ausgehen.

Zurzeit sei die Anzahl der Flüchtlinge überschaubar, so dass die Möglichkeit bestehe, die in der Wohneinheit Am Reinersbach 9/11 untergebrachten Personen vorübergehend in anderen Gebäuden unterzubringen, so dass eine Sanierung oder ein Neubau möglich sei, ohne zusätzlichen Wohnraum anzumieten. Die Verwaltung schlägt der Politik am Montagabend vier Alternativen vor: eine notdürftige Sanierung, einen Neubau in Form von Wohncontainern, eine Vollsanierung oder einen Neubau in bisheriger Größe von 373 Quadratmeter Wohnfläche und einen Neubau mit 616 Quadratmetern Wohnfläche.

Die Verwaltung spricht sich für die letzte Alternative aus - Abriss und Neubau. Eine sehr günstige Finanzierung sei zurzeit über die NRW-Bank möglich. Sie bietet für die Schaffung von Wohnraum für Flüchtlinge attraktive Förderdarlehen mit Tilgungsnachlässen an. Diese Darlehen seien zehn Jahre zinsfrei. Darüber hinaus könnten auch Mittel aus der Flüchtlingspauschale (das sind 1,3 Millionen Euro im kommenden Jahr), die für die laufenden Kosten der Unterbringung nicht benötigt werden, für die Finanzierung verwendet werden, ohne dass das "förderschädlich" wäre. Ob das möglich ist, sei jedoch erst beim Jahresabschluss 2017 festzustellen.

Quelle: RP
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