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Kempen
Religiöse Bilderwelten - Kunst und Volksfrömmigkeit

Kempen. Die Ausstellungsreihe "himmelwärts" zeigt das religiöse Leben an Rhein und Maas, aktuell in Viersen und Schwalmtal.

Sakrale Kunst, Symbole der Volksfrömmigkeit, Devotionalien - mehrere Museen und Kulturveranstalter des Kulturgeschichtlichen Museumsnetzwerkes am Niederrhein haben sich diesem Themenkomplex im Rahmen der dritten gemeinsamen Ausstellungsreihe "Himmelwärts" angenommen: Sie halten Rückschau, reflektieren und zeigen aktuelle Tendenzen auf.

Ist Heiliges darstellbar oder schränkt Kunst den Glauben ein? Auf dieser grundsätzlichen Fragestellung fußt die Ausstellung "Herzblut oder: An welches Bild glaubst du?", die noch bis zum 28. Juni in der Städtischen Galerie im Park in Viersen zu sehen ist. Mit dem Spannungsverhältnis zwischen Religion und Kunst setzt sich die Exposition auseinander und spiegelt die theologischen Unsicherheiten zeitgenössischer Künstler. Statt künstlerische Wagnisse einzugehen, wird aktuell meist auf Traditionelles oder Konformes zurückgegriffen. Wie kann heute das Innerste der Religion, das "Herzblut" der Menschen, künstlerisch umgesetzt werden? Welche Darstellungen lassen Platz für religiöse Gefühle und letzte Fragen? Markieren nicht auch die Kunst und der Umgang mit ihr Grenzen innerhalb der christlichen Religion? Denkanstöße will die Ausstellung geben und den Besucher sensibilisieren: Traditionelle Kunstwerke werden Arbeiten zeitgenössischer Künstler gegenübergestellt, die sich mit religiösen Fragen auseinandersetzen, unter anderem von Mira Bergmüller, Philipp Valenta, Klaus Boegel, Stefan Knor, Marianne Reiners-Maaz und Michaela Kuhlendahl.

Im Rahmen des Kunstwochenendes "Tage der Kunst" spürt die Gemeinde Schwalmtal vom 26. bis 28. Juni verschiedenen "Szenen der Volksfrömmigkeit" nach. Unterschiedliche Aktionen beleuchten das Thema aus volkskundlichen und künstlerischen Perspektiven. An etwa 15 Orten im gesamten Gemeindegebiet werden Künstler ihre Arbeiten zum Thema präsentieren. Dazu öffnen besondere, nicht immer zugängliche Häuser ihre Türen für die Besucher, zu denen etwa evangelische und katholische Kirchen, das Pfarrhaus mit seinen Wandmalereien oder das Rathaus gehören. Zu sehen sein werden u.a. die Werke von Künstlern wie Felix Droese, Franziska Megert, Thea Weires, Irmel Droese und Marlies Blauth. Konzerte, Theaterdarbietungen und Lesungen ergänzen das Programm. Die Mitwirkenden danken der Regionalen Kulturpolitik des Landes NRW, der Provincie Limburg sowie dem Landschaftsverband Rheinland für die Förderung des Gesamtvorhabens.

Quelle: RP
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